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Bischof verschenkte Gelände

Almhorst Bischof verschenkte Gelände

Die Geschichte der Almhorster Bauernhöfe und ihrer Besitzer, die Entwicklung des Dorfes, die Chronik der Schule, eine kurze Geschichte der Windmühle - das alles finden an Geschichte interessierte Bürger in einer Broschüre, die der Verein Dorfgemeinschaft gerade herausgebracht hat.

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Klaus Weiland (von links), Norbert Saul und Alois Huber haben die Chronik herausgebracht.Hönemann

Quelle: Treeske Hönemann

Almhorst. Sie haben es endlich geschafft: Klaus Weiland, Alois Huber und Stadtarchivar Norbert Saul haben die „Beiträge zur Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner“ fertiggestellt. Auf 116 Seiten mit fast 200 alten Fotos und Karten erzählen sie Teile der Geschichte des Seelzer Ortsteils.

„Wir bringen die Broschüre mit ganz viel Mut zur Lücke heraus“, sagt Stadtarchivar Saul. Vieles aus der Almhorster Geschichte ist unbekannt. Zum Beispiel wie alt der Ortsteil ist. In einer Urkunde des Bischofs Sigward von Minden (1120-1140) geht es um die Schenkung von Erbgütern seiner Familie an die Mindener Kirche. Erwähnt wird darin ein Gelände mit Hofstätten, Gebäuden, Wiesen und Weiden in Elmenhurst, also Almhorst. Die Urkunde ist der Broschüre beigelegt.

Weiland, Huber und Saul haben für die Broschüre auf Quellen und Materialsammlungen zur Dorfgeschichte zurückgegriffen, etwa auf das sogenannte Dorfbuch des Lehrers Georg Harms. Es deckt auch die Zeit des Nationalsozialismus ab. Aus Harms’ Feder stammt auch die Schulchronik. Sie umfasst den Abschnitt von 1918 bis 1942. Diese Chronik wurde vor Jahren von Angela und Detlef Bähre in Maschinenschrift übertragen. Wilhelm Kielhorn schließlich, der ehemalige Bürgermeister und Gemeindedirektor, hat mit Wilhelm Schüddekopf das Dorfbuch von Harms von 1945 bis 1973 fortgeführt.

Auch Alois Huber hat erheblichen Anteil an der Chronik. Er hat die Geschichte der Höfe 1 bis 34, die noch 1945 standen, aufgeschrieben und dazu in einigen Archiven geforscht. „Das sind alles verdienstvolle Arbeiten. Sie haben uns die Arbeit erleichtert“, weiß Saul.

Das farbige Titelbild der Broschüre zeigt eine Luftaufnahme vom Regionsentdeckertag 2008 in Almhorst. Die Bilder im Heft sind Aufnahmen in Schwarz-Weiß. „Bei nicht wenigen Fotos würden wir gern wissen wollen, wer da drauf ist oder aus welchem Anlass sie gemacht wurden“, sagt Weiland. Er hat sich die Bilder von den Almhorstern geben lassen. Weiland, Saul und Huber bedauern, dass es im Ortsteil nur noch ganz wenige Zeitzeugen gibt, die ihnen einiges erzählen könnten.

Der Verein Dorfgemeinschaft hat 300 Exemplare der Broschüre drucken lassen. Es gibt sie in Almhorst bei Klaus Weiland, Hartrehre 6, Telefon (05137) 6656, Petra Cordes, Harreweg 3, Angela Riechers, Hopfenbruch 27. Die Chronik kostet 12 Euro.

Von Treeske Hönemann

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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