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Bodelschwingh-Haus: Kaufvertrag unterschrieben

Letter Bodelschwingh-Haus: Kaufvertrag unterschrieben

Stadt und Kirchengemeinde St. Michael haben den Vertrag über den Verkauf des Bodelschwingh-Hauses unterschrieben. Ab März 2016 kann die Stadt über das Grundstück verfügen. Es wird in den Neubau der Brüder-Grimm-Schule einbezogen.

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Das Bodelschwingh-Haus.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Der Vertrag war bereits im Sommer ausgehandelt worden. Dass Pastor und Kirchenvorstand Andreas Hausfeld und sein Stellvertreter im Gremium, Horst Körner, sowie seitens der Stadt die Wirtschaftsförderin Katja Volkhardt erst jetzt die Unterschriften unter das Papier setzen konnten, hat mehrere Gründe.

Die Gemeinde musste die Genehmigung des Stadtkirchenverbandes abwarten. Für eine Mieterin, die bis zuletzt eine Wohnung im Haus hatte, musste eine andere Unterkunft gefunden werden. Das ist jetzt geglückt. Die Wohnung wird zum Jahresende frei. Dass die Stadt dennoch erst ab März über das rund 2950 Quadratmeter große Grundstück verfügen kann, liegt am Landeskirchenamt. Dessen offizielle Genehmigung für den Verkauf liegt noch nicht vor. „Wenn einige Ämter beteiligt sind, braucht alles seine Zeit“, sagt Pastor Hausfeld. Was ebenfalls noch aussteht, ist die notarielle Beglaubigung des Kaufvertrags. Über den Preis ist Stillschweigen vereinbart worden.

Die Kirchengemeinde kann das Bodelschwingh-Haus über den 1. März hinaus nutzen und zwar so lange, bis die Stadt es für ihr Bauvorhaben abreißen muss. „Wir werden von dem Haus in einer Zeremonie Abschied nehmen. Es ist 1963 gebaut worden und hat den Ortsteil geprägt. Es hat Gemeindemitglieder von der Kindheit bis ins Seniorenalter begleitet“, sagt Hausfeld.

Wenn das sanierungsbedürftige Gebäude, das zudem für die Gemeinde inzwischen zu groß geworden ist, dann eines Tages wirklich nicht mehr steht, gibt es für die Nutzer Alternativen. Im ehemaligen Pfarrhaus an der Kirchstraße kommt das Büro unter, gibt es Gesprächsräume. Der Chor weicht in den Musiksaal über der Turnhalle der Ganztagsgrundschule aus. Die Gemeinde darf den Saal auch für größere Veranstaltungen nutzen. Alles, was im Bodelschwingh-Haus noch verwendet werden kann, will die Gemeinde auslagern. Die Partnergemeinde Dobris in Tschechien hat Interesse an Heizkörpern und Fenstern. „Die Sachen aus dem Haus sind allemal besser, als was sie jetzt haben“, sagt Hausfeld.

Die Gemeinde St. Michael will sich neben der Kirche ein neues Haus bauen. Wann, ist noch offen - vermutlich erst 2017. Seit dem Sommer liegt dem Kirchenvorstand ein erster Entwurf eines Neubau vom Amt für Bau und Kunstpflege des Stadtkirchenverbands vor. Er gibt laut Hausfeld eine gute Vorstellung, wie Räume angeordnet werden können und macht das Größenverhältnis zur Kirche anschaulich. „Wir werden wohl ein bis zwei Architekten mit weiteren Entwürfen beauftragen. Und wir werden uns neue Gemeindehäuser ansehen“, sagt Hausfeld.

Treeske Hönemann

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