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Bürger fordern Information zu Leinebogen

Letter Bürger fordern Information zu Leinebogen

Der Protest gegen den sogenannten Leinebogen nimmt zu. Bürger aus Letter wehren sich dagegen, dass im Juli ausschließlich Geschäftsleute über die Projektidee unterrichtet werden. Interessierte Bürger sind nicht zugelassen.

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Gutachten, die das Projekt Leinebogen befürworten, haben für neuen Diskussionsstoff gesorgt.

Quelle: HAZ

Seelze. Der Andrang in der Sitzung des Ortsrats Letter war erstaunlich. Sonst tragen zwei bis drei Bürger ihre Fragen vor, am Montagabend jedoch war im Sitzungsraum des Alten Rathauses kein freier Stuhl mehr zu finden. Die meisten waren gekommen, um ihren Sorgen über den Leinebogen Ausdruck zu verleihen.

Die Bürger appellierten an den Ortsrat, sich gegen die Seenplatte zwischen Seelze und Garbsen zu positionieren. Von „Umweltfrevel“ und „Kapitalistenghetto“ war die Rede, von der Angst, es würden Fakten geschaffen, bevor die Öffentlichkeit richtig informiert ist. Die Bürger sorgten sich um die Wege nach Hannover, Garbsen und Marienwerder und um die Leineaue als Erholungsgebiet. Auch der Ortsrat forderte eine öffentliche Bürgerinformation.

Auch Mitglieder der Gruppe rund um den Letteraner Christian Petzold waren gekommen. Petzold hatte vor einigen Tagen in einem offenen Brief Land, Region und Stadt dazu aufgefordert, die Ideen des privaten Vereins abzulehnen. 15 Gegner des Projekts hätten sich seitdem bei ihm gemeldet. Man treffe sich und überlege, wie man gemeinsam vorgehe, sagte Petzold. Vor allem möchte die Gruppe am Wirtschaftsfrühling der Stadt Seelze teilnehmen. Bei dem sonst recht zwanglosen Meinungsaustausch der Geschäftsleute steht in diesem Jahr der Leinebogen auf der Tagesordnung. Ideengeber Peter Grobe will dort am 2. Juli die Pläne präsentieren - auf Einladung von Bürgermeister Detlef Schallhorn. Dass Bürger dort nicht eingeladen sind, hält Petzold für ein Unding. „Die Bürger müssen ein Forum bekommen“, fordert er. Petzolds Bitte um eine Einladung für die Veranstaltung wollte Schallhorn indes nicht nachkommen. Dennoch wollen die Letteraner laut Petzold weiter versuchen, zugelassen zu werden. „Oder wir versuchen, Grobe von der Teilnahme abzuhalten.“

Schallhorn rechtfertigte am Dienstag die Entscheidung, zunächst mit den Geschäftsleuten zu sprechen. „Es ist zufällig der Wirtschaftsfrühling“, sagte der Bürgermeister. „Wir nehmen die Veranstaltung, die sich jetzt gerade anbietet, und können uns dann eine Meinung bilden.“ Sollte sich dabei herausstellen, dass der Leinebogen realisierbar erscheint, dann werde man in der zweiten Septemberhälfte eine große Bürgerinformationsveranstaltung anbieten. „Es ist natürlich das Ziel, die Menschen mitzunehmen“, versicherte Schallhorn. Der Leinebogen dürfe kein Projekt sein, von dem nur wenige profitieren.

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