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Stadt rät Bürgern zu Protest gegen Bahntrasse

Seelze Stadt rät Bürgern zu Protest gegen Bahntrasse

Nur noch bis zum 2. Mai haben betroffene Bürger Zeit, ihren Protest über den geplanten Bau der Bahntrasse im südlichen Stadtgebiet gegenüber der Bahn kund zu tun. Die Stadt rät in einem Schreiben allen Anwohnern, von diesem Recht Gebrauch zu machen und gibt Informationen dazu, welche Möglichkeiten es gibt.

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Südlich der bestehenden Bahnanlagen soll möglicherweise eine neue Trasse entstehen, von der Seelze-Süd (im Hintergrund) betroffen sein könnte.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. "Die Frist ist unverschämt kurz", sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn mit Hinblick auf den Zeitraum von gut drei Wochen, der den Betroffenen vom Bekanntwerden des geplanten Trassenbaus bis zum Ende der Veto-Möglichkeit bleibt. Anfang April hatte die Stadt erfahren, dass der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) 2030 eine neue Bahnstreckenführung zwischen Letter und Minden vorsieht. Für Seelze hätte diese neue Bahntrasse im südlichen Stadtgebiet ausschließlich negative Konsequenzen. Unter anderem würden dadurch die weiteren Planungen für das Neubaugebiet Seelze-Süd, für das ein vierter Bauabschnitt im Gespräch ist, erschwert. Zudem würde das Stadtgebiet durchschnitten, weitere Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt und die Ansiedlung eines Nahversorgers in Seelze-Süd erschwert. Immobilienbesitzer müssten mit Wertverlusten rechnen.

"Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um dieses Vorhaben zu verhindern", kündigte Schallhorn an. In einem Informationsschreiben an die Bürger, welches auch auf der Homepage der Stadt unter seelze.de zu finden ist, rät die Verwaltung allen Bürgern dazu, die Einspruchsfrist bis zum 2. Mai zu nutzen. Denn erstmals wird zum Entwurf des BVWP 2030 eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgenommen. Die Stellungnahmen werden dann vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fachlich geprüft und erforderliche Änderungen werden eingearbeitet.  "Einwohner, Unternehmen, Verbände und Kommunen, die von den Planungen im Bundesverkehrswegeplan 2030 betroffen sind, können ihre Bedenken und Anregungen bis zum 2. Mai äußern", informiert die Sadt. Adressat ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Referat G 12, Invalidenstraße 44, 10115 Berlin, Stichwort "BVWP2030"

Die Verwaltung selbst arbeitet indes ebenfalls an einer Stellungnahme zum Trassenverlauf, die am Donnerstag, 28. April, in der nächsten Sitzung vom Rat beschlossen werden könnte. Ferner hat die Stadt sich mit anderen betroffenen Kommunen in Verbindung gesetzt um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Dort könnte die Trasse verlaufen

Die im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehene Aus- und Neubaustrecke soll von Letter nach Minden führen. Die Trasse würde nördlich von Harenberg und Döteberg mitten durch Seelze-Süd und dann weiter zwischen Almhorst, Almhorster Wald in Richtung Holtensen und Groß Munzel verlaufen.

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Südlich der bestehenden Bahnanlagen soll möglicherweise eine neue Trasse entstehen, von der Seelze-Süd (im Hintergrund) betroffen sein könnte.

Quelle: Thomas Tschörner
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