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Stadt soll Vorgaben des Bebauungsplans einhalten

Seelze Stadt soll Vorgaben des Bebauungsplans einhalten

Mit einem großen Banner an der Hasselfeldstraße fordern einige Bürger Velbers einen Gehweg an der Straße bis zum Nahversorger. Sie werfen der Verwaltung und den Investoren zudem gravierende Missstände in der Umsetzung der Bebauung vor. Bürgermeister Detlef Schallhorn räumt indes einen Fehler ein.

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Eltern und Kinder des Neubaugebietes protestieren, dass Zusagen nicht eingehalten worden sind.

Quelle: privat

Velber. Die Einwohner im Neubaugebiet an der Hasselfeldstraße sind empört. Im Bebauungsplan Nummer 14, wie er aktuell auf der Homepage der Stadt einzusehen ist, ist klar und deutlich ein Gehweg westlich der Hauptstraße eingezeichnet. Nun hat der Investor dort, wo eigentlich der Gehweg hätte angelegt werden sollen, einen großen Wall aufgeschüttet. "Wir sehen die aktuelle Situation mit der viermaligen Querung der Hasselfeldstraße für Kinder, alte Menschen und Rollstuhlfahrer als sehr gefährlich und als Zumutung für betroffene Bürger an" heißt es in einem Schreiben an diese Zeitung.

Bürgermeister Detlef Schallhorn räumt ein, dass der Gehweg tatsächlich von Anfang an geplant war. Es sollte einen direkten Weg zum Nahversorger geben. Allerdings seien mehrere Vertragspartner an dem Projekt beteiligt gewesen. "Wir hätten kontrollieren müssen, dass die Planung auch umgesetzt wird - das ist unser Fehler." Wenn mehrere Köche beteiligt seien, sei der Koordinations- und Kontrollaufwand wesentlich höher. Die Stadt hätte diese Kontrollfunktion stärker wahrnehmen müssen. Er könne deshalb den Unmut der Velberaner und auch des Ortsbürgermeisters Erhard Klein verstehen. Die Verwaltung führe mittlerweile Gespräche, um doch noch eine andere Wegeverbindung hinzubekommen. Dies sei dann zwar nicht mehr der ursprüngliche Plan, aber doch eine geeignete Lösung. "Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen." 

Bereits in der vergangenen Woche hatte Velbers Ortsbürgermeister Erhard Klein darauf hingewiesen, dass die Stadt den Gehweg in einer überarbeiteten Neuauflage des Bebauungsplans einfach gestrichen habe. Dass in einem Bebauungsplan eine Fläche als Geh- und Radweg beschlossen und festgesetzt sei bedeute nicht, dass der Weg auch zwingend gebaut werden müsse, lautete damals die Antwort der Verwaltung auf Kleins Nachfrage, wie so etwas denn möglich sein könne. Auch eine Anwohnerin, die eine ähnliche Nachfrage beim Bauamt gestellt hatte, erhielt diese Antwort.

Zudem fordern die Anwohner auch die Errichtung eins Spielplatzes im Neubaugebiet. Dabei berufen sie sich auf die Niedersächsische Bauordnung (NbauO), die bei der Neuerrichtung von Wohnhäusern mit mehr als fünf Wohnungen eine Spielplatzfläche in unmittelbarer Nähe vorschreibt. Da es sich bei den aufgeführten Spielplatzflächen um ein privates Bauvorhaben handele, sei für die Errichtung dieses Spielplatzes für Kleinkinder jedoch nicht die Stadt, sondern der Investor zuständig, teilte Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer mit. Da das Bauvorhaben aber noch nicht abgeschlossen sei, könne der Investor diesen Spielplatz auch noch anlegen. Kaemmerer betonte, dass es sich um einen privaten Spielplatz und nicht um einen öffentlichen Spielplatz handele.

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Nicht kindersicher: Die Kinder haben das Transparent mit ihren Händen signiert.

Quelle: privat

Von Sandra Remmer und Thomas Tschörner

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