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Bürgerbüro schließt: Dem Markt fehlen die Kunden

Seelze Bürgerbüro schließt: Dem Markt fehlen die Kunden

Seit dem 2. August ist das Bürgerbüro im Rathaus dienstags geschlossen. Als Grund dafür gibt die Verwaltung Personalmangel an. Für den Wochenmarkt hat das gravierende Folgen. Die Laufkundschaft bleibt komplett weg. Bei den Beschickern sorgt die Entscheidung der Stadt deswegen für Unmut und Ärger.

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Gähnende Leere herrscht zur Mittagszeit auf dem Wochenmarkt.

Quelle: Remmer

Seelze. Ist das ein Schildbürgerstreich? Das fragen sich derzeit die Beschicker des Wochenmarkts. Seit Anfang August kommt niemand mehr ins Bürgerbüro im Rathaus - und damit auch weit weniger Kunden auf den Wochenmarkt. "Am ersten Tag war es ja noch ganz okay, da haben wir gedacht, es liegt noch an der Ferienzeit", erzählt Klaus Krohn, der mit Francesco Tineo einen Obst- und Gemüsestand auf dem Markt betreibt. In der Woche darauf hätten sie dann erfahren, dass das Bürgerbüro aus Personalmangel fortan dienstags geschlossen sei. Dass die Entscheidung, dass Bürgerbüro dienstags zu schließen im Nachhinein unglücklich ist habe die Verwaltung zwar eingeräumt, jedoch mitgeteilt, dass sei aus personellen Gründen nicht zu ändern. Für die drei Monate, in denen das Bürgerbüro geschlossen sei, habe die Stadt den Betreibern die Pacht erlassen, teilt Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer mit. "Wir stehen doch mit unserem Angebot auch für die Stadt und sorgen dafür, sie attraktiver zu machen", sagt Krohn. Umso weniger könne er diese Entscheidung nachvollziehen. "Wenn ein Viertel der Kundschaft weg bleibt, das merkt man schon", berichtet der Obst- und Gemüsehändler. 

"Der Kundenrückgang ist gravierend, das ist beängstigend", erzählt der Verkäufer im Wagen der Fleischerei Lindemann. Die Laufkundschaft bleibe komplett aus. "Wenn das weniger wird, dann ist es mit dem Markt bald vorbei", glaubt der Wurstverkäufer.

"Sonst kam ich hier mittags kaum zum Einräumen, weil immer noch Kunden kamen, die schnell noch einen Blumenstrauß wollten" schildert Barbara Langhorst von Blumen Hoffmann ihre Erfahrung. Viele Mitarbeiter aus dem Rathaus seien darunter gewesen, aber auch etliche Kunden des Bürgerbüros, die ihre Erledigung dort gleich mit dem Blumenkauf verbunden hätten.  "Die Stadt möchte den Markt haben und hat am Anfang viel dafür getan, dass er ins Laufen kam und sich etabliert hat. Und dann machen die das Bürgerbüro am Dienstag zu! Wozu die Anstrengung? Ist das ein Schildbürgerstreich?", fragt sich Langhorst. Wenn die Stadt den Fehler erkannt habe, dann solle sie ihn auch ändern. 

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Gähnende Leere herrscht zur Mittagszeit auf dem Wochenmarkt.

Quelle: Remmer
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