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Das Bürgerforum will im Rat größer werden

Seelze Das Bürgerforum will im Rat größer werden

Mit fünf Kandidaten tritt das Bürgerforum bei der Kommunalwahl in Seelze an. Die Partei, die ihre Ausrichtung als bürgerlich-konservativ beschreibt, ist bereits mit zwei Sitzen seit 2006 im Rat der Stadt vertreten. "Wir wollen größer werden", sagt Harald Scupin und hofft auf drei Ratsmandate.

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Harald Scupin hofft auf drei Mandate für das Bürgerforum.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Neben den aktuellen Ratsmitgliedern Harald Scupin und Thomas Schroer gehören zur Liste des Bürgerforums Michael Hoffmann, Klaus Dieter Schönrock und Scupins Schwägerin Barbara Scupin. Damit tritt das Bürgerforum mit einem Kandidaten weniger als 2011 an. "Wir sind zufrieden, das ist die richtige Mischung", sagt Scupin.

Zu den Zielen der Bürgerlich-Konservativen gehört die Konsolidierung der Finanzen, die in Seelze ein Dauerthema ist. "Einsparen heißt für uns nicht, Steuern und Gebühren zu erhöhen." Scupin sieht den Bund in der Pflicht, für mehr Geld bei den chronisch unterfinanzierten Kommunen zu sorgen. Im Grunde ermutige derzeit das Land die Stadt, Schulden zu machen. Dies sei der falsche Weg.

Zudem dürfe die Stadt nicht komplett zugebaut werden. Die Ansiedlung von Gewerbe sei in Ordnung, wie etwa im Gewerbegebiet Letterholz. "Seelze braucht den wirtschaftlichen Aufschwung, die Stadt kann sich nicht erlauben, Gewerbeansiedlungen nicht in Anspruch zu nehmen." Während Letterholz erfolgreich sei, enttäusche dagegen die Ansiedlung der Mineralstoffindustrie in Lohnde. "Da tut sich nichts, das kann man im Nachhinein nur als Fehler betrachten." Das Projekt sollte deshalb sofort beendet werden.

Das Bürgerforum ist strikt gegen neue Bahntrassen in Seelze und lehnt auch die Stromleitung Südlink ab. Beides ginge zu Lasten der Menschen der Stadt. Generell stehe er Großprojekten kritisch gegenüber, verweist Scupin auf den Flughafen in Berlin oder die Elbphilharmonie in Hamburg. In beiden Fällen sei der Zeitrahmen deutlich überschritten worden. "Da lässt vieles zu wünschen übrig in Deutschland." Misstrauen sei bei der Umsetzung in die Praxis sei deshalb angebracht. Die Belastung der Seelzer werde deutlich größer sein als jetzt gesagt werde, befürchtet Scupin.

Kindergartenplätze sollten vorzugsweise für Kinder berufstätiger Eltern reserviert sein, die Öffnungszeiten bedarfsgerecht erweitert werden. Weitere Ziele sei die Förderung von Sportvereinen und der Erhalt des Qualle-Bades. Klare Verhältnisse will das Bürgerforum für den Harenberger Hof in Harenberg und das Alte Rathaus in Letter. Bereits gefasste Beschlüsse zum Verkauf würden einfach nicht umgesetzt.

Das Bürgerforum sei 2006 erstmals angetreten und 2011 bestätigt worden. "Jetzt hoffen wir auf das dritte Mandat."

Von Thomas Tschörner

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