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CDU-Fraktionschef hört auf

Letter CDU-Fraktionschef hört auf

40 Jahre gehörte er dem Ortsrat an, 30 Jahre dem Rat der Stadt: Hubertus Gärtner, Fraktionschef der CDU, verabschiedet sich aus der Kommunalpolitlk und lässt Jüngeren den Vortritt.

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Abschied aus der Politik: Hubertus Gärtner will bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr antreten.

Quelle: Thomas Tschörner

Letter. Bei der Kommunalwahl im September wird Hubertus Gärtner nicht mehr antreten. „Ich höre auf, das habe ich der Fraktion schon zu Beginn der jetzigen Wahlperiode mitgeteilt“, sagt der Christdemokrat. Er sei dann 70 Jahre alt, und irgendwann sei es Zeit zu sagen, dass es reicht. „Die Partei ist natürlich gezwungen, neue Leute zu suchen, aber sie findet ja auch welche“, sagt der Letteraner. Es sei gut, wenn neue Gedanken in die Kommunalpolitik getragen werden.

Gärtner ist ein kommunalpolitisches Urgestein. Seit 40 Jahren gehört er dem Ortsrat Letter an, in den ersten fünf Jahren als „normales“ Mitglied. 1981 bis 1986 sowie 2006 bis 2011 war er Ortsbürgermeister, in den anderen Wahlperioden stellvertretender Ortsbürgermeister. Zudem gehört er seit 30 Jahren dem Rat der Stadt an. Seit 28 Jahren hat er den Vorsitz der CDU-Fraktion. Früher habe ein Wort noch etwas gegolten, sagt der 69-Jährige. Heute seien Absprachen zwischen den Fraktionen schwieriger geworden. Die schlechte finanzielle Situation der Stadt sei aber ein Dauerthema geblieben. „Wir haben noch nie aus dem Vollen geschöpft.“ Sparen sei immer angesagt gewesen.

Nach einer Banklehre leistete Gärtner seinen 18-monatigen Wehrdienst im Stab eines Fernmeldebataillons in Hannover, wo er für Bearbeitung von Personalangelegenheiten zuständig war. Danach arbeitete er bis zu seinem Ruhestand Ende 2004 wieder in seinem erlernten Beruf, zuletzt bei der Nord/LB.

Mindestens genauso wichtig wie die Kommunalpolitik ist für Gärtner die katholische Kirche, wo er seit seinem 15. Lebensjahr mitarbeitet. Der Letteraner ist Lektor, gehört dem Kirchenvorstand an und ist Vorsitzender der Kolping-Familie. „Die Nähe zum Bürger war mir immer wichtig“, sagt der Großvater von fünf Enkeln. Um das Ohr dicht am Bürger zu haben, ist er nicht nur als Kassierer in der SG Letter 05 aktiv, sondern auch Mitglied in diversen Vereinen des Stadtteils wie der Schützengesellschaft, der Feuerwehr und der Liedertafel. Seine Frau Barbara, mit der er seit 45 Jahren verheiratet ist, ist in DRK und Sozialverband dabei. Für seine ehrenamtliche Arbeit wurde Gärtner im Jahr 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Vor Kurzem ehrte ihn die CDU für 40-jährige Mitgliedschaft.

„Ein bisschen Wehmut ist auch dabei“, sagt Gärtner über seinen Abschied aus der Kommunalpolitik. Er gehe aber ohne Groll. In der Kirche und der SG Letter 05 bleibt er aktiv. Sich nur auf die Familie konzentrieren, das könne er nicht.

Von Thomas Tschörner

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