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Keine Plage, aber mehr Ratten in der Stadt

Seelze Keine Plage, aber mehr Ratten in der Stadt

Es gibt mehr Ratten in Seelze. "Von einer Plage kann aber keine Rede sein", betont Stadtsprecher Carsten Fricke. Wo Menschen lebten, sei das Nagetier nicht weit. Ein Grund für die Ausbreitung der Tiere seien milde Winter. Die Stadt bekämpft Ratten regelmäßig und berät auch Grundstückseigentümer.

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Wenn Essensreste durch die Toilette gespült werden, kann das Ratten in die Abwasserrohre locken.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Üblicherweise überlebten rund 50 Prozent der jungen Ratten den Winter nicht, sagt Fricke. Aktuell überstünden jedoch 80 Prozent der Jungtiere die Wintersaison. Im Auftrag der Stadt ist Dietmar Kaul vom Betriebshof seit rund 15 Jahren als Rattenbekämpfer unterwegs. Kaul verteilt Köder in der Kanalisation und legt auf städtischen Grundstücken wie etwa Friedhöfen auch oberirdisch Köderboxen aus.  Zum Schutz anderer Tiere seien die Behältnisse besonders gesichert. Weil Ratten das ganze Jahr über aktiv sind, hat auch Kauls Arbeit keine bestimmte Saison. Erst wenn die Köder unversehrt bleiben, kann davon ausgegangen werden, dass dort keine Ratten mehr sind. Kaul steht zudem als Ansprechpartner für Grundstückseigentümer zur Verfügung, die auf ihren Flächen selbst für die Rattenbekämpfung zuständig sind. Die Nagetiere sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie unter anderem Tollwut, Tuberkulose, Bandwürmer und Typhus übertragen.

Während das Wetter nicht beeinflussbar ist, kann aber auch jeder Bürger selbst etwas tun, um die flinken Nagetiere nicht anzulocken und ungewollt mit Futter zu versorgen. "Der Müll sollte nicht zu früh vor die Tür gestellt werden", sagt Fricke. Frühester Termin sei der Abend vor der Müllabfuhr, besser noch der Morgen am Abholtag. Keinesfalls sollte der Restmüll schon zwei Tage vor dem Abfuhrtermin an der Straße platziert werden. "Generell sollten leicht zugängliche Nahrungsquellen vermieden werden", ergänzt Alexander Klein vom Ordnungsamt. Denn neben den Mülltüten seien auch im Freien stehende Futternäpfe von Haustieren ein Futterangebot für Ratten. Auch Komposthaufen, auf denen nicht nur pflanzliche Abfälle, sondern auch gekochte Essensreste sowie Kartoffel- und Eierschalen deponiert werden, lockten die Tiere an. Um den Nagern nicht zusätzliches Futter anzubieten, sollten auch keine Essensreste über die Toilette entsorgt werden. 

Das Ordnungsamt geht auch Hinweisen zu Ratten nach, die Alexander Klein unter der Rufnummer (05137) 828245 entgegen nimmt.

Von Thomas Tschörner

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