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Pfarrhaus Dedensen: 125 Jahre Heim und Raum

Seelze Pfarrhaus Dedensen: 125 Jahre Heim und Raum

Oben im Giebel steht die Zahl für jeden sichtbar: 1891. „Irgendwann hat sie sich in mein Gedächtnis eingebrannt“, sagt Pastor Gerald Petzold. Die Idee war geboren, 2016 sollten 125 Jahre Pfarrhaus Dedensen gewürdigt werden.

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Das Pfarrhaus beherbergt heute die Pfarrwohnung, Gemeinderäume, das Pfarrbüro und die Lesestube.

Quelle: Laura Fienemann

Dedensen. Neben der Kirche als Zentrum der Gemeinde wird das Pfarrhaus oft vergessen oder vernachlässigt, dabei spielt sich dort das Leben der Gemeinde ab. Außer Amtshandlungen und Gottesdiensten, die in die Kirche gehören, gehen dort täglich Gemeindemitglieder ein und aus, die in der Lesestube Bücher ausleihen oder die Sprechstunde des Pastors aufsuchen. Die Kleinen kommen zur Mutter-Kind-Gruppe, zum Kindergottesdienst oder zu den Church Friends. Kirchen- und Jugendkirchenvorstand halten ihre Sitzungen ab, Konfirmanden kommen zum Unterricht, der Kirchenchor probt. Gemeindemitglieder sind in Tanz- und Gebetsgruppe, Treffen der Landeskirchlichen Gemeinschaft und Literatur- oder Frauenkreis aktiv.

"Es ist fast wie ein zweites Zuhause. Hier wird zusammengesessen und gefeiert", resümiert Petzold. Vom Dreikönigstag bis Gründonnerstag weichen die Gottesdienste als Winterkirche ins Pfarrhaus aus. Der Basar, Lesungen und andere kleine Veranstaltungen finden dort ebenso Platz.

Eine Besonderheit in der Region ist, dass die Pfarrwohnung über den Gemeinderäumen im Erdgeschoss des Hauses bestehen geblieben ist. Für die sieben Pastoren, die in den 125 Jahren diese Wohnung bewohnt hatten, bedeutete das stets einen kurzen Arbeitsweg.

Über den ersten dieser Reihe, Pastor Theodor Heede, sagten die Dedenser: "der hat nen Bu-Geist" (einen Baugeist), wie in der Festschrift 100-Jahre-Hase-Kirche nachzulesen ist. In seiner Amtszeit von 1891 bis 1938 sorgte er dafür, dass Kirche, Pfarrhaus und Schule errichtet oder erneuert wurden.

Das Pfarrhaus hat sich äußerlich im Laufe der Zeiten kaum verändert. Der großzügige, private Garten ist heute immer noch ein Paradies. Schon Heede hat dort 50 Rosenstöcke gehegt und gepflegt.

Die große Scheune, in der die Pastorenfamilien ihr Vieh gehalten haben, wurde jedoch abgerissen. Modernisierungen und Renovierungen wurden immer wieder vorgenommen. 1923 zog Elektrizität ein, 1952 wurde ein Telefonanschluss verlegt, als letztes sorgte Pastor Hermann Ziegenmeier für eine Hauswasserversorgung.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen im Pfarrhaus Ausgebombte und Flüchtlinge aus den Ostgebieten unter. Für einige Jahre wurden zwei Räume für eine Arztpraxis zur Verfügung gestellt.

In der Amtszeit von Ziegenmeier 1955 bis 1977 wurde mit Männer-, Frauen- und Kinderkreisen das Gemeindeleben wiederbelebt, dem das Pfarrhaus auch heute noch Heim und Raum gibt.

Jazz-Frühschoppen im Pfarrgarten

Am Sonntag, 28. August, werden 125 Jahre Pfarrhaus im Pfarrgarten gefeiert, Altes Dorf 28. Nach einem Gottesdienst in der Kirche um 10 Uhr beginnt der Frühschoppen um 11 Uhr. Die Saxofonisten und Monke Loko spielen Jazz, während Gäste Leckeres vom Grill, selbstgebackene Torten sowie Bier und Wein genießen können.

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Fotostrecke Seelze: Pfarrhaus Dedensen: 125 Jahre Heim und Raum

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Von Laura Fienemann

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