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Herbstfest prunkt mit historischem Walkact

Seelze Herbstfest prunkt mit historischem Walkact

Sich verfärbende Blätter und die aufgefrischte Luft rufen momentan wohlige Herbstgefühle hervor. In Dedensen wurde die anbrechende Jahreszeit vor der Heimatscheune mit Geschichten und Kulinarischem rund um die Kartoffel begrüßt.

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Obentrauts Gefolge mischt sich unter das Volk.

Quelle: privat

Dedensen. Ein kleines Schauspiel, das den Dedensern viel Spaß machte, leitete das Herbstfest des Heimatvereins ein: Vier kostümierte Laienschauspieler trafen als Gefolgsleute des bekannten Reitergenerals Michael Obentraut, der im 17. Jahrhundert in Seelze ums Leben kam, in Dedensen ein.

Ein seltsames, unbekanntes Gewächs hatte eine Bäuerin dabei. Sie und die anderen Bauern rätselten über Sinn und Zweck der Pflanze. Dass es eine Kartoffel ist, konnten sie nicht erraten, denn, obwohl heute wohlbekannt, war die Knolle zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges  hiesig noch nicht verbreitet. Obentrauts Obrist unterbrach das Gespräch, um ein Heer aufzustellen. Fähige Männer und Frauen aus dem Publikum schlossen sich der Truppe an und übten das Exerzieren. Der Obrist gab erst klein bei, als eine Wahrsagerin Obentraut den Tod in der Schlacht vorhersagte.

Gekonnt bezogen die Schauspieler die Besucher der Herbstfestes in ihre Geschichte ein. Die Theatergruppe sah sich auch die historischen Exponate in der Heimatscheune an.

Der Musikverein begleitete das Fest mit schmissiger Blasmusik. Die Kinder druckten bunte Bilder mit Kartoffelstempeln auf Leinenbeutel. Die Besucher klönten und stärkten sich mit Kartoffelgulasch, Pellkartoffeln und leckerem, selbstgebackenen Kuchen. Für Zuhause konnten die Dedenser gleich einen Beutel Kartoffeln mitnehmen. Die Bäckerei Kuckuck versorgte die, die auf den Knollengeschmack gekommen waren, mit Kartoffelbroten.

Sehr froh war Martin Seiffert, der Pressesprecher des Heimatvereins, über die Besucher, die aus umliegenden Ortschaften ihren Weg zur Heimatscheune gefunden hatten. "Es hätten aber etwas mehr Besucher kommen können", sagte er. Das sei der einzige kleine Wermutstropfen gewesen.

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Von Laura Fienemann

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