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Das Heimatmuseum zieht nach Seelze um

Seelze Das Heimatmuseum zieht nach Seelze um

Der Umzug des Heimatmuseums aus Letter nach Seelze ist beschlossene Sache. Der Rat hat sich mit einer deutlichen Mehrheit von 31 zu drei Stimmen dafür ausgesprochen. Eine der Nein-Stimmen stammt von Letters Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth. Er beklagte eine bedenkliche Entwicklung für den Stadtteil.

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Fast alle stimmen dem Umzug des Heimatmuseums nach Letter zu. Ortsbürgermeister und Ratsherr Rolf Hackbarth (Dritter von links) nicht.

Quelle: Gerko Naumann

Letter. Die Bibliothek in Letter ist geschlossen worden, das Bürgerbüro auch, demnächst soll das Alte Rathaus abgerissen werden. Nun verliert Seelzes größter Stadtteil also auch noch das Heimatmuseum an die Kernstadt - es soll demnächst in den Alten Krug an der Hannoverschen Straße umziehen. "Das tut uns weh", sagte Letters Ortsbürgermeister und SPD-Ratsherr Rolf Hackbarth. "Es werden hier Gräben zwischen zwei Ortsteilen aufgerissen, die Letteraner fühlen sich von Seelze vereinnahmt." Die Stimmung im Stadtteil, in dem ein Drittel der Seelzer leben, sei entsprechend schlecht.

Von diesen Ausführungen fühlte sich Ralf Mater von den Grünen offenbar angegriffen. Als "Zugereister" habe er die Feindschaft zwischen Letter und Seelze nie verstanden, sagte er. Hackbarth gieße in diesem historisch gewachsenen Streit mit seinen Worten weiter Öl ins Feuer. "Das finde ich peinlich und schlecht", sagte Marter.

Etwas diplomatischer drückte sich Jens Willms (CDU) aus, der ebenfalls in Letter lebt. "Es ist bedauerlich für Letter, dass eine weitere Einrichtung ersatzlos gestrichen wird", sagte er. Für die geplante Aufwertung der Kernstadt und den Bereich um den Alten Krug sei diese Entscheidung aber "eine gute Sache". Außerdem habe sich der Heimatverein als Betreiber des Museums mit großer Mehrheit für den Standortwechsel ausgesprochen.

In Richtung der Stadtverwaltung schickte Willms zum Abschluss mahnende Worte. Der Bürgermeister solle sich an die Versprechen halten, die er dem Ortsrat gegeben habe und "wenigstens die Volkshochschule und die Musikschule in Letter erhalten".

Von Gerko Naumann

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