Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Kleines Dorf kommt groß raus

Lathwehren Kleines Dorf kommt groß raus

Ein kleiner Ort kommt groß raus. Lathwehren hat rund 550 Einwohner und ist gerade 700 Jahre alt geworden. Das Dorf war Gastgeber, seine Geschichte stand im Mittelpunkt beim Herbstfest auf Gut Dunau. Die Lathwehrener blieben nicht unter sich.

Voriger Artikel
SPD: Erst Fakten zur Badsanierung sammeln
Nächster Artikel
Waldpilze stoßen auf großes Interesse

Die vielen Besuchergenießen die Atmosphäre auf dem Rittergut.

Quelle: Hönemann

Seelze. Viele Gäste kamen aus den umliegenden Orten zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto um den Tag auf dem Gelände der Familie von Alten zu verbringen.

„Wir sind nicht der größte Ortsteil in Seelze. Wir wollten die Bürger und die Vereine nicht überfordern mit Veranstaltungen. Wir haben uns auf vier Feste verständigt“, sagte Ortsbürgermeister Maik Rückwardt. Der Ortsrat und ein Festausschuss hatten alles vorbereitet für das Vergnügen am Sonnabend auf dem Rittergut. Dank des sonnigen und milden Wetters war der Ansturm groß.

„Wir sind ein schönes, gemütliches und ländliches Dorf mit viel Charme“, sagte Rückwardt. Der Zusammenhalt sei groß, auch Dank der Vereine. Viele Lathwehrener seien in mehreren Vereinen Mitglied.

Etwa die Hälfte der Einwohner sei älter als 60 Jahre. Lathwehren habe kein Geschäft. „Wichtig für uns sind die Bushaltestelle sowie der Bäcker und der Schlachter, die mit ihren mobilen Wagen ins Dorf kommen und ihre Produkte verkaufen.“

Lathwehren gestern und heute - das spiegelte sich auch auf dem Fest wider. In einer Scheune gab es eine Ausstellung zur Dorfentwicklung und zum Gut Dunau mit der Mühle. Eingebunden war der Verein Historische Maschinen mit 23 Fahrzeugen, darunter viele restaurierte Trecker und eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1896. Auf dem Gutsgelände wurden Getreide gedroschen und geschrotet sowie Kartoffeln sortiert. Kinder konnten sich als Ritter verkleiden und Burgen aus Pappe bauen.

Das Organisationskomitee hatte sich einiges einfallen lassen. Akkordarbeit leistete Jens Rosummek vom Verein Backhaus Barrigsen. In einer Tour schob oder holte er Flammkuchen aus dem Ofen. Die rustikale Leckerei war begehrt. Die Besucher ließen sich noch viel mehr schmecken: Kaffee und Kuchen, ein Glas Wein oder Bier. Die Plätze auf dem Hof an Tischen und Bänken waren stets belegt. Wer konnte, saß in der Sonne oder schloss sich einem Rundgang durch den Gutspark an.

An 700 Jahre Lathwehren und die vier Veranstaltungen - der Weihnachtsmarkt steht noch aus - wird eine Gedenktafel erinnern. Auf dem Gut war sie bereits ausgestellt. Sie kommt an das Dorfgemeinschaftshaus.

Von Treeske Hönemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus