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Verein beschäftigt sich jetzt mit Bahntrasse

Seelze Verein beschäftigt sich jetzt mit Bahntrasse

Der Verein Zukunft-Leben-Dedensen startet das "Projekt Bahntrasse". Zum Auftakt beginnt am Dienstag, 21. März, um 20 Uhr ein Informationsabend im Haus der Vereine. Kommunalpolitiker von SPD und CDU unterstützen den Verein. Während des Abends berichtet die Bürgerinitiative Seelze über den aktuellen Stand.

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Die BI hat zwei Trassenverläufe markiert, die Dedensen betreffen würden: Den trassennahen Ausbau (I) und eine bei Lohnde abzweigende Neubauvariante (II).

Quelle: privat

Dedensen. Der vom Bundeskabinett beschlossene Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht unter anderem auch den Aus- oder Neubau der Bahnstrecke Hannover–Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen vor. Damit soll die Trasse besser werden. Die Rede ist von einer Zeitersparnis von acht Minuten. Für den Bereich Seelze sind zwei Variaten denkbar: Eine zweigleisige Neubaustrecke durch den Bereich Seelze-Süd, die in Letter abzweigen und dann nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen sollte. Im Gespräch war aber auch der trassennahe Ausbau der vorhandenen Gleise. Nach Protesten der Stadt scheint die Variante durch Seelze-Süd vom Tisch zu sein, hundertprozentig sicher ist das aber nicht.

Der Verein beschäftigt sich deshalb auch mit beiden Möglichkeiten. "Ziel ist es, möglichst viele Mitstreiter für das Projekt zu gewinnen, mit dem sich der Verein auf das Dialogforum zum Neu- beziehungsweise Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld vorbereiten will", sagt Jürgen Dzick, Vorsitzender des Vereins Zukunft-Leben-Dedensen, der mit den stellvertretenden Vorsitzenden Silke Klompmaker-Böhm den Abend vorbereitet. Zwei Varianten haben nach Einschätzung des Vereins großen Einfluss auf Dedensen. So würde ein trassennaher Ausbau der bestehenden Strecke mehr Zugverkehr und damit mehr Lärm für den Ortsteil bedeuten. Gleichzeitig könnte aber der trassennahe Ausbau mit der Forderung nach modernstem Lärmschutz insgesamt die Lärmbelastung senken, betont Dzick.

Bei einer Neubautrasse mit Abzweig zwischen Lohnde und Seelze stünde weniger das Thema Lärmschutz im Mittelpunkt, auch wenn diese Strecke sowohl von Fernverkehrszügen als auch nachts von Güterzügen genutzt werden würde, sagt Silke Klompmaker-Böhm. Denn der Neubau könnte so gestaltet werden, dass die zusätzliche Lärmbelastung für Dedensen gering sei. "Vielmehr geht es bei dieser Trassenvariante um Ackerland und Naturschutz- und Naherholungsgebiete, die in Mitleidenschaft gezogen würden." 

Wichtig sei, das Thema Bahntrasse nicht isoliert für Dedensen zu betrachten, sagt Dzick. Jede Variante betreffe immer mehrere Ortschaften und Gemeinden. Deshalb müsse im Vorfeld des Dialogforums ausloten, ob man sich für bestimmte Trassenführungen gemeinsam stark machen könne.

Von Thomas Tschörner

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