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Bund will Bahntrasse durch Seelzes Süden

Seelze Bund will Bahntrasse durch Seelzes Süden

Der Bund will eine neue Bahntrasse durch Seelzes Süden. Dies sei das Ergebnisses eines Gesprächs mit Bürgermeistern, Bundestagsabgeordneten und Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, berichtet Bürgermeister Detlef Schallhorn. "Wir müssen deutlich machen, dass es so nicht geht."

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Die Gleise im Bereich des Bahnhofs Seelze, im Hintergrund die Ausläufer von Seelze-Süd. Käme die neue Trasse, würde das Neubaugebiet zwischen zwei Gleisanlagen liegen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. "Das Land Niedersachsen will die Trasse nicht, die Bahn auch - aber der Bund will die Trasse", sagte Schallhorn. Dies sei bei dem von der CDU organisierten Runden Tisch, an dem neben Bürgermeistern betroffener Kommunen unter anderem auch die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth und Hendrik Hoppenstedt teilnahmen. Ziele seien eine Verbesserung des sogenannten Deutschland-Taktes und der Transport von mehr Gütern auf der Schiene. Nach dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 soll dafür die Bahnstrecke Hannover–Minden verbessert werden. Eine neue zweigleisige Trasse soll in Letter abzweigen, um die vorhandenen Gleise zu entlasten. Die neue Trasse soll nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen.

Für ihn sei eine Welt zusammen gebrochen, sagte Schallhorn. Er sei mit der Erwartung zu dem Treffen gegangen, dass nach den zahlreichen bereits geäußerten Bedenken die das südliche Seelze zerschneidende Neubautrasse endgültig vom Tisch sei. Tatsächlich sei aber nur eine weiter südlich durch das Weserbergland angedachte Trassenführung aus dem Entwurf herausgenommen worden. "Fakt ist, es wird hier in Seelze eine Trasse geben", sagte Schallhorn. Ein Ausbau der vorhandenen Trasse sei offenbar nicht möglich, weil Wunstorf als Nadelöhr gilt. Eine mögliche Lösung wäre, aber die Strecke um die Stadt herum zu verschwenken.

Ferlemann habe versichert, dass die Neubautrasse umfangreich geprüft worden sei. "Auf meinen Einwand, dass Seelze-Süd mit bald 3000 Einwohnern bei der Planung schlicht vergessen worden ist, hat Ferlemann zugesichert, dass die Trasse einfach um Seelze-Süd herum geführt wird", berichtet Schallhorn. Für Seelze habe die Trasse zudem den riesengroßen Nachteil, dass es eine lange Zeit der Unsicherheit geben werde. Ferlemann habe zwar ein Dialogverfahren zugesagt. Dennoch sehe es nicht gut aus. "Das ist ein schwarzer Tag für Seelze", sagt Schallhorn.

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Die Stadt hat den möglichen Verlauf der Bahntrasse in Seelzes Süden eingezeichnet.

Quelle: Thomas Tschörner

Von Thomas Tschörner

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