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Der Harenberger Hof will noch nicht aufgeben

Harenberg Der Harenberger Hof will noch nicht aufgeben

Die Zukunft von Harenbergs Traditionsgaststätte Harenberger Hof bleibt weiter ungewiss. „Keiner weiß, was wird“, sagt Birgit Goers. Die Gastronomin hatte das Lokal ursprünglich von der Stadt kaufen wollen. Doch der für das Jahr 2014 versprochene Notartermin hat bisher noch immer nicht stattgefunden.

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Birgit Goers möchte den Harenberger Hof gern weiter führen.

Quelle: Remmer

Seelze. „Wir haben uns mit der Stadt als Vertragspartner sicher gefühlt“, sagt Goers mit enttäuschter Stimme. Das, was für sie und ihren Mann ein neues Lebensprojekt werden sollte, mündet immer mehr in einer Katastrophe. Denn mit einem Brief der Stadt flatterte nicht etwa der zugesagte Termin für den Notar, sondern die Kündigung ins Haus. Doch so einfach will das Ehepaar, das seinen Lebensmittelpunkt eigens für den Harenberger Hof aus dem Heidekreis nach Döteberg verlegt hat, nicht aufgeben. Per Rechtsanwalt haben sie der Stadt mitteilen lassen, dass sie im Falle eines Auszugs die Kosten in Höhe von etwa 30 000 Euro, die sie inzwischen in erste Renovierungsarbeiten des Gebäudes gesteckt haben, erstattet haben möchten.

„Der Fall liegt derzeit bei der Kommunalaufsicht“, sagt Stadtsprecher Norbert Saul. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, werde die Stadt keine Auskunft dazu geben.

Für Birgit Goers steht eines zumindest fest. „Verkaufen will die Stadt definitiv nicht mehr an uns“, glaubt die Gastronomin. Alles in allem sei dieser Stillstand eine sehr verwirrende Situation. „Es ist eine Katastrophe auf der ganzen Linie“, sagt Goers. Vor allem, weil sie gegenüber ihren Gästen keine verbindliche Auskunft mehr geben könne. „Ich habe zum ersten Mal in diesem Jahr kein Spargelessen mehr angeboten“, erzählt Goers. Es kämen auch Einbußen bei Buchungen. „Wer bucht denn noch eine Feier im Oktober, wenn ich gar nicht garantieren kann, dass wir dann noch da sind“, beklagt sich die Wirtin. „Ich kann auf solche Buchungsanfragen keine Antwort geben“, betont Goers.

Schwierigkeiten bereiteten ihr auch laufende Verträge, die sowohl an Mindestlaufzeiten als auch an Kündigungsfristen gebunden sind wie etwa Telefon, Internet und verschiedene Versicherungen. „Wir hangeln uns von Monat zu Monat“, beschreibt sie ihre desolate Situation.

Von Sandra Remmer

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