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Fahne des Gesangvereins ist verschollen

Seelze Fahne des Gesangvereins ist verschollen

Der Männergesangverein und gemischte Chor Almhorst vermisst seine alte Vereinsfahne aus dem Jahr 1885. Sie soll zuletzt im Schaukasten des Vereins im kleinen Saal der Gaststätte Rautenberg gehangen haben. Jetzt führt eine Spur in das Heimatmuseum Letter.

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Ein Bild von 2003 aus dem Archiv der Leine-Zeitung: Herbert Moll (links) und Jürgen Hölscher, damals Präsident des Sängerbundes zwischen Deister und Leine, zeichnen Renate Hähnel als Ehrenvorsitzende aus. Hängt dahinter im Schaukasten die vermisste Fahne?

Quelle: Fabian Mast

Almhorst. Sie ist etwa 80 Zentimeter mal einen Meter groß. Auf einer Seite beige, auf der anderen Seite grün. Aufgrund ihres Alters war sie etwas fadenscheinig und hing laut Aussage von Chormitgliedern im Schaukasten der Vereinsgaststätte in Almhorst. Patricia Gorski-Schmidt ist seit sechs Jahren Vorsitzende, davor war sie sechs Jahre lang stellvertretende Vorsitzende. "Ich kann mich aber nicht erinnern, die Fahne je dort gesehen zu haben", sagt Gorski-Schmidt.

Dass das gute alte Stück fehlt, fiel ihr auf anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Gesangvereins im vergangenen Jahr. Bei der Feier sollte das Schmuckstück ausgestellt werden. Trotz intensiver Fahndung, Befragung der Mitglieder, der Einwohner im Dorf und anderer Vereine - die Fahne bleibt bis heute verschwunden.

Jetzt gibt es einen neuen Hinweis. Der langjährige Vorsitzende Herbert Moll machte sich viele Gedanken und kam zu dem Schluss: "Der Museumsverein muss sie haben." Seine Begründung: Ein inzwischen verstorbener Almhorster, der dem Heimatmuseum lange Zeit verbunden war, hatte ihn vor vielen Jahren angesprochen, ob sich die Sänger nicht irgendwie an der Ausstellung über alte kulturtreibende Vereine der Stadt beteiligen könnten. "Unter anderem stellten wir damals unsere alte Fahne zur Verfügung. Keiner weiß aber, ob wir sie zurückbekommen haben", sagt Moll.

Da lag es für ihn nahe, doch mal im Heimatmuseum Seelze, das sich in Letter befindet, nachzufragen. "Und jetzt wird es komisch", erzählt Moll. "Ein Vorstandsmitglied von uns erhielt zur Antwort, dass der Fundus im Museum sehr umfangreich sei, man ihn nicht überblicken könne und auch keine Zeit habe, nach der Fahne zu suchen. Vereinsfremde dürften sich im Lager aber nicht umsehen."

"Das ist wirklich eine sehr unfreundliche Antwort", räumt Museumsleiter Heinz Gehrke ein. Er sei es jedoch nicht gewesen, der diese Auskunft gegeben habe. Gehrke erinnert sich an eine Ausstellung über Gesangvereine. Das Heimatmuseum habe eine alte Fahne im Fundus, diese sei aber nicht aus Almhorst und gehöre zum Bestand des Museums. Er werde jetzt recherchieren. "Das muss aber Zeit haben bis nach dem Museumstag am 30. Juli. Es gibt viel vorzubereiten."

Generell laufe es im Museum so: Über die Exponate werde ein Leihvertrag geschlossen. Früher habe es lediglich Listen gegeben oder einfach nur Absprachen. Für Herbert Moll steht hingegen jetzt schon fest: "Heute würden wir es uns zweimal überlegen, ob wir dem Museum etwas für eine Schau überlassen."

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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