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Kindergärten und Krippen werden erweitert

Seelze Kindergärten und Krippen werden erweitert

Einstimmig hat der Rat der Stadt Seelze den Ausbau von Kindergärten und Krippen beschlossen. Insgesamt sollen 104 Plätze kurzfristig geschafften werden. Die Obentrautstadt reagiert damit auf gestiegene Kinderzahlen, die die Prognose des Kindertagesstättenbedarfsplans übertreffen.

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Die Kindertagesstätte Hirtenweg wird mit einem Anbau vergrößert

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Die Verwaltung verweist auf die von der Region Hannover vorgelegten aktuellen Bevölkerungszahlen: Ende Juni wurden 1009 Kinder im Alter von null bis drei Jahren registriert, 13,38 Prozent mehr als prognostiziert. Auch bei den Jungen und Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren hat es eine Steigerung um 4,98 Prozent auf 1118 gegeben. Bürgermeister Detlef Schallhorn nennt drei Ursachen für die höhere Zahl. Das Neubaugebiet Seelze-Süd sei erfolgreich, viele Familien brächten ihre Kinder mit. Im Bestand gebe es einen Generationswechsel, etwa wenn alte Menschen ihre Reihenhäuser jungen Familien überließen. Dazu kommen 108 Flüchtlingskinder, von denen 57 im Krippenalter und 51 im Kindergartenalter sind.

Der Rat hat am Donnerstagabend beschlossen, dass die Kindertagesstätte Hirtenweg in Letter einen Anbau mit drei Krippen- und Kindergartengruppen sowie der notwendigen Nebenräume erhalten soll. Damit werden 38 Kindergartenplätze sowie 21 Krippenplätze geschaffen. Ebenfalls in Letter soll übergangsweise eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen in der ehemaligen Kindertagesstätte Rosenweg eingerichtet werden. Die Räume seien in keinem guten Zustand, würden aber jetzt gebraucht.

Außerdem sollen im Stadtgebiet zwei Wohnungen angemietet werden, in denen 20 sogenannte Großtagespflegeplätze untergebracht werden. Das Angebot ist vor allem für die individuelle Betreuung von Krippenkindern vorgesehen. Falls keine Tagespflegepersonen zur Verfügung stehen, will die Stadt selbst für die Betreuung Fachkräfte anstellen.

"Das hilft nur kurzfristig", sagte Schallhorn. Die Stadt müsse abwarten, wie die Entwicklung weitergehe. Unklar sei auch, wie lange der Wachstumstrend noch anhalte. Als weitere Möglichkeiten, Betreuungsplätze für Kinder zu schaffen, war unter anderem bereits eine neue Kindertagesstätte in Zusammenhang mit der Errichtung einer Grundschule für den südlichen Bereich der Stadt im Gespräch.

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In der ehemaligen Kindertagesstätte Rosenweg wird wieder eine Kindergartengruppe eingerichtet.

Quelle: Sandra Remmer

Von Thomas Tschörner

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