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Der Rat startet mit viel Einigkeit

Seelze Der Rat startet mit viel Einigkeit

Die erste Ratssitzung nach der Kommunalwahl in Seelze war von Harmonie geprägt. Bei den Wahlen zum Ratsvorsitzenden und zu den stellvertretenden Bürgermeistern stimmten die Fraktionen mit großen Mehrheiten für die jeweiligen Kandidaten.

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Erstes Treffen in neuer Zusammensetzung: Die wichtigen Ämter im Seelzer Rat sind gewählt worden.

Quelle: Gerko Naumann

Seelze. Spannend wurde es, als es um den Posten des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters ging. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms schlug Gerold Papsch vor. Der war jüngst bei bei der Sitzung des Ortsrats Velber als stellvertretender Ortsbürgermeister durchgefallen, weil die SPD einen eigenen Kandidaten aufstellte. Also sorgte Willms mit einem Appell an seine Kollegen vor: "Ich bitte sie, fair zu sein und unseren Kandidaten zu unterstützen." Die Bedenken stellten sich aber als unberechtigt heraus. Papsch wurde mit großer Mehrheit gewählt - gerade einmal zwei Abgeordnete aus den Reihen der SPD enthielten sich.

Es war nicht das einzige Anzeichen dafür, dass der Rat zum Beginn der Wahlperiode auf Harmonie setzt. Auch der neue Ratsvorsitzende Alfred Blume (SPD, 32 Ja-Stimmen) und sein Stellvertreter Christian Schomburg (CDU, 30 Stimmen) bekamen viel Zuspruch. Blume ist ehemaliger Ortsbrandmeister und übernimmt das Amt von Papsch. Er bat seine Kollegen, in den nächsten Jahren fair miteinander umzugehen und bei allen Entscheidungen genau darüber nachzudenken, "was wir uns leisten können".

Klar wiedergewählt wurden auch die beiden bisherigen stellvertretenden Bürgermeister Wilfried Nickel (SPD) und Knut Werner (Grüne). Letzterer hatte die erste Ratssitzung als ältestes Mitglied des Gremiums mit ein paar mahnenden Worten begonnen. Darin erinnerte er unter anderem daran, dass nun erstmals in der Geschichte der Stadt sechs Parteien mit mindestens zwei Mitgliern im Rat vertreten sind.

Neben der SPD (16 Sitze) und der CDU mit zwölf Vertretern (davon acht Neulinge) sind das die Grünen und das Bürgerforum mit jeweils drei Sitzen sowie die FDP und die Linke mit jeweils zwei Vertretern. "Es wird damit schwieriger, bei strittigen Fragen Mehrheiten zu finden", stellte Werner fest.

Das erhöhe den Zwang zu Kompromissen und zu Kreativität, was nicht unbedingt schlecht sei. Denn - und diese Worte richtete Werner besonders an zwei achte Klassen des Georg-Büchner-Gymnasiums auf der Zuschauertribüne: "Das ist numal das Wesen der Demokratie."

Wie schwierig die Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen wird, könnte sich schon am 24. November zeigen. Dann beraten die neu gewählten Mitglieder über den Haushalt für das nächste Jahr. 

Von Gerko Naumann

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