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Bahntrasse: Miersch will Ausbau vor Neubau

Seelze Bahntrasse: Miersch will Ausbau vor Neubau

Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch läuft alles auf das Motto "Ausbau vor Neubau" der Bahntrasse hinaus. Dieses Fazit zieht der Abgeordnete nach einer Vielzahl von Gesprächen zum Bundesverkehrswegeplan 2030. Im Entwurf war auch ein Neubau durch das südliche Seelze vorgesehen.

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Bürgermeister Detlef Schallhorn (links) und Matthias Miersch wollen keine neue Bahntrasse im Süden Seelzes.pp

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Miersch hat am Freitag mitgeteilt, dass auch Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies offenbar dieser Auffassung ist. "Ich gebe zu bedenken, dass das Projekt wie es im Bundesverkehrswegeplan dargestellt ist, nicht der zu prüfenden Anmeldung meines Hauses entspricht", zitiert Miersch aus einem Schreiben von Lies an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Das Land hatte einen trassennahen Ausbau favorisiert. Die nun dargestellte Trassierung eines Neubaus der Strecke würde eine Vielzahl von Fragen aufwerfen und zu Irritationen bei den Bürgern führen, erklärte Lies. Nach dem Entwurf sollen die neuen Gleise in Letter abzweigen, nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen.

Miersch unterstützt Lies. "In den vergangenen Wochen haben mich immer wieder fachlich fundierte Schreiben von besorgten Bürgern aus meinem Wahlkreis erreicht", berichtet der Bundestagsabgeordnete. Mittlerweile gebe es nicht nur Resolutionen diverser Ortsräte und einen klaren Beschluss des Bundestages aus der vergangenen Wahlperiode, in dem sich das Parlament klar für die Ertüchtigung und gegen den Neubau ausgesprochen hat, sondern auch die Deutsche Bahn als maßgebliche Betreiberin scheine an einem Neubau der Trasse kein erkennbares Interesse zu haben.

"Das Bundesverkehrsministerium ist nun am Zug auch den Ausbau der bestehenden Trasse intensiv und ergebnisoffen zu prüfen", betont Miersch. Er unterstütze Lies in seiner Forderung, dem Projekt eine Dialogphase voranzustellen. "Eine Einbeziehung aller Beteiligten einschließlich der DB, um einen offenen transparenten Dialog zu führen, halte ich für absolut notwendig", sagte Miersch.

In Seelze wird nicht nur eine Neubautrasse abgelehnt, sondern auch der Ausbau der vorhandenen Bahnlinie kritisch gesehen. Der Neubau würde den Süden Seelzes zerschneiden und eine weitere Entwicklung der Stadt verhindern. Dagegen sehen Lohnder und Gümmeraner einen Ausbau mit Sorge, weil sie zusätzlichen Lärm befürchten.

Von Thomas Tschörner

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