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Der Brotkorb steht vor dem Aus

Seelze Der Brotkorb steht vor dem Aus

Der Seelzer Brotkorb sorgt sich um seine Zukunft. Denn das Haus, in dem die Einrichtung ihre Waren lagert und die Kleiderkammer betreibt, wird verkauft. Bürgermeister Detlef Schallhorn hat seine Unterstützung zugesagt.

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Das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1756 diente dem Brotkorb lange Zeit als Lager und Kleiderkammer.

Quelle: Oliver Kühn

Seelze. Erst Ende Juli hatte der Seelzer Brotkorb Alarm geschlagen, weil eine bisher von der Hilfsorganisation als Stauraum unentgeltlich genutzte Garage an der Alten Aue in Letter verkauft werden soll. Doch nun kommt es noch dicker: Der Kirchenverband Hannover will sein Fachwerkhaus an der Martinskirchstraße 16 veräußern, das direkt gegenüber der Ausgabestelle des Brotkorbs im Gemeindehaus der St.-Martins-Kirche steht. „An der Martinskirchstraße 16 stehen unsere vier Kühlschränke, und auch die Kleiderkammer ist dort untergebracht“, sagt Brotkorb-Vorsitzende Marion Straschewski. Der Brotkorb habe den Raum kostenlos nutzen können.

Straschewski ist jetzt auf der Suche nach neuen Räumen, möglicherweise auch nach einer Gesamtlösung mit Lager, Kleiderkammer und Ausgabestelle unter einem Dach. Die Vorsitzende rechnet damit, dass etwa 200 bis 250 Quadratmeter benötigt werden. „Eine Scheune würde vielleicht auch reichen.“ Erste Gespräche mit der Stadt hätten bislang kein Ergebnis gebracht. „Wir können es uns eigentlich nicht erlauben, den Brotkorb zuzumachen“, sagt Straschewski. Denn die Zahl der Bedürftigen steige kontinuierlich an. Aktuell versorge der Brotkorb rund 630 Menschen.

Der Brotkorb müsse erhalten bleiben, meint auch Bürgermeister Detlef Schallhorn. „Es soll nicht an Räumen scheitern.“ Allerdings verfüge die Stadt über keine geeigneten Häuser. „Die Gebäude sind entweder zu weit weg oder belegt, wie beispielsweise das Schulzentrum.“ Fest stünde auch, dass der Brotkorb weiterhin in zentraler Lage in Seelze oder Letter bleiben muss. Er werde aber weiter sehen, ob nicht Räume für den Brotkorb zu finden sind, versichert Schallhorn.

Wer dem Brotkorb helfen will, kann sich bei Marion Straschewski unter Telefon (05 11) 40 35 75 melden. Schallhorn bietet seine Unterstützung an. „Falls jemand lieber zuerst mit mir reden will, stehe ich zur Verfügung.“ Der Bürgermeister ist unter Telefon (0 51 37) 82 81 00 erreichbar.

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