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BI befürchtet Bahntrasse im Osten Dedensens

Seelze BI befürchtet Bahntrasse im Osten Dedensens

Nachdem der Bereich Seelze-Süd nicht mehr für eine neue Bahntrasse in Frage kommt, sieht die Bürgerinitiative (BI) Zukunft-Leben-Dedensen nur noch die Möglichkeiten einer Nord- oder Mitteltrasse. Am Freitag, 18. November, will die SPD Dedensen über den geplanten Ausbau der Bahntrasse informieren.

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Die Bürgerinitiative Zukunft-Leben-Dedensen hat in einer Karte die Belastung der Stadtteile durch unterschiedliche Trassenvarianten dargestellt.

Quelle: privat

Dedensen. Die BI hat eine Karte von möglichen Trassenverläufen erarbeitet. "Die Trassenvarianten basieren auf der Annahme, dass die Eignung für Höchstgeschwindigkeiten erfordere, dass die neue Trasse Kurvenradien zwischen drei und vier Kilometer nicht unterschreitet", sagt der Vorsitzende Jürgen Dzick. In Bezug auf den geforderten Konsensvorschlag der unterschiedlichen Interessengruppen sieht die zweite BI-Vorsitzende Silke Klompmaker-Böhm jetzt erschwerte Diskussionen, weil jede Trassenführung immer eine Vielzahl von Orten zwischen Haste und Letter mit wechselnden "Gewinnern" und "Verlierern" betreffe. Die BI verweist darauf, dass Dedensen durch die bereits existierende Bahntrasse, den Mittellandkanal, den Windrädern, den Hähnchenmaststall, den Lärm der Flughäfen in Langenhagen und Wunstorf sowie des geplanten achtspurigen Ausbaus der A 2 und der möglichen Stromtrasse Südlink belastet sei. Eine Mitteltrasse der Bahn würde den Ort zum eindeutigen "Verlierer" machen.

Dzick hält eine Nordtrasse für am ehesten konsensfähig. Für den sechsgleisigen Ausbau müssten aber alle Möglichkeiten des Lärmschutzes ausgenutzt werden, so dass die Anwohner in Lohnde, Gümmer und Dedensen besser als heute vor dem Bahnlärm geschützt würden. Dies gelte auch für die Strecke zwischen Lindhorst und Haste. Der Abzweig hinter Dedensen bis nach Haste würde als zweigleisige Neubaustrecke ohnehin modernen Lärmschutz erhalten. Problematisch sei aber, dass die Neuplanung eines Logistikzentrums auf Wunstorfer Gebiet eine Nordtrasse unmöglich machen könnte, sagt Dzick. Damit bliebe unter Umständen dann doch nur die Mitteltrasse übrig.

Dzick und Klompmaker-Böhm sind am Freitag auch bei dem Informationsnachmittag der Dedenser SPD vertreten, die über den aktuellen Stand und mögliche Lösungen berichten will. Referieren werden neben der Ortsbürgermeisterin Heike Duve-Diekmann auch Mandy von Zobeltitz, Vorsitzende der BI gegen neue Bahntrassen in Seelze, sowie Dedensens SPD-Chef Frank Chmielewski und SPD-Ortsratsfraktionssprecher Thorsten Massinger. Beginn ist um 16 Uhr im Haus der Vereine, Altes Dorf 25.

Von Thomas Tschörner

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