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CDU will höhere Beteiligung bei Kommunalwahl

Seelze CDU will höhere Beteiligung bei Kommunalwahl

Die CDU ruft für den 11. September zur Wahl auf - und betont, dass es sich um Kommunal- und nicht um Bundespolitik handelt. Viele Bürger hätten von einem "Denkzettel" für die etablierten Parteien gesprochen, sagt Petra Cordes. Andere im Rat vertretene Parteien haben diese Erfahrung nicht gemacht.

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Seelzes Parteien hoffen auf eine höhere Beteiligung bei der Kommunalwahl.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Es sei erschreckend, wie viele Bürger in diesen Tagen von einem Denkzettel sprechen und wenn überhaupt, auf jeden Fall nicht die etablierten Parteien wählen wollen, sagt Cordes, die Spitzenkandidatin der CDU für die Regionswahl ist. Viele Menschen entfernten sich immer mehr von der Politik. "Sie fühlen sich missverstanden, gegängelt oder gar belogen und betrogen." Fälschlicherweise werde Kommunalpolitik insbesondere mit Bundespolitik gleichgestellt. Cordes betont, dass die Frauen und Männer, die sich in Seelze zur Wahl stellten, in der Stadt wohnten und den direkten Kontakt zu den Bürgern pflegten. Die Kommunalpolitiker  wüssten nicht nur von den örtlichen Problemen, sondern auch die daraus resultierende Sachkenntnis. "Es würde auch niemand auf die Idee kommen, die einzelnen Mitarbeiter eines großen niedersächsichen Automobilkonzerns für die fatalen Entscheidungen des obersten Managements persönlich verantwortlich zu machen und abzustrafen." Die Kommunalpolitiker könnten nicht die ganze Welt retten, aber versuchen, sie im Kleinen ein wenig besser zu machen. Cordes appelliert deshalb an die Seelzer, sich die Kandidaten anzuschauen und zu überlegen, wem sie die Vertretung ihrer Interessen und die Weiterentwicklung der Stadt am ehesten zutrauten. "Nur darum geht es."

Vertreter der anderen im Rat vertretenen Parteien haben die Erfahrungen der Christdemokratin offenbar nicht gemacht. "Ganz im Gegenteil, die Leute sind schon politisch motiviert", sagt Heinrich Aller (SPD), der vor einigen Tagen die niedrige Wahlbeteiligung moniert hatte und mit einer Veranstaltung im Seniorenzentrum Alter Krug gegensteuern wollte. Er habe viele Kontakte gehabt, die Leute seien gesprächsbereit. "Die Menschen nehmen klar zur Kenntnis, dass sich einige Parteien mehr bemühen", sagt Aller.

Den Grünen sei kein Denkzettel angedroht worden, sagt Sprecherin Evelyn Werner. Einige Seelzer hätten aber nicht gewusst, um was für eine Wahl es sich überhaupt handele. "Es ist ein zunehmendes Problem, dass die Leute nicht mehr in die Zeitung schauen", bedauert Werner. Die Grünen selbst seien insgesamt eher auf Wohlwollen gestoßen.

Ein gewisses Grundrauschen gebe es schon, sagt Harald Temmler (FDP). Die Androhung von Denkzetteln habe er aber nicht erlebt. Harald Scupin vom Bürgerforum hat bislang eher positive Rückmeldungen erhalten.

Von Thomas Tschörner

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