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Die Linke tritt erstmals bei Kommunalwahl an

Seelze Die Linke tritt erstmals bei Kommunalwahl an

Erstmals tritt die Partei Die Linke bei der Kommunalwahl in Seelze an. André Meyer und Tobias Harder bewerben sich um Mandate im Rat der Stadt, Meyer zudem um einen Sitz im Ortsrat Seelze. Auf ihrer Agenda hat die Partei sechs Schwerpunktthemen, die sie in der Obentrautstadt in Angriff nehmen will.

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André Meyer will für Die Linke in den Rat einziehen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. "Die Bürger müssen mit ins Boot geholt werden", ist das Credo von André Meyer. Dies gelte sowohl für die die geplante ICE-Trasse als auch die Stromleitung Süd-Link. Das Allgemeinwohl der Bürger habe in beiden Fällen Priorität. Die Seelzer müssten deshalb an der Gestaltung von Alternativlösungen beteiligt werden. Einsetzen will sich Die Linke auch für sozialen Wohnungsbau in Seelze, der voran gebracht werden müsse. "Das ist eine dramatische Geschichte, die sich durch die Flüchtlingspolitik extrem verschärft hat." Einige Einheimische hätten das Gefühl, den Flüchtlingen werde gegeben und sie kämen zu kurz. Ein Dauerthema sei auch die Schaffung weiterer Plätze in Kindertagesstätten. "Viele Eltern würden gern arbeiten, bekommen aber keinen Platz." Bildung für alle sehen Meyer und Harder als weiteren Schwerpunkt: Der Beschluss, eine IGS in Seelze einzuführen, werde deshalb unterstützt. Eine zentrale Aufgabe sei auch die Integration von Flüchtlingen. Ziel sei Toleranz und Akzeptanz aller in der Stadt lebenden Kulturen.

 Seine Mitarbeit beim Seelzer Brotkorb sei einer der Auslöser für sein politisches Engagement, sagte Meyer. "Dabei habe ich die Problematik erkannt, dass etwas in unserer Gesellschaft komplett schief läuft." Es gebe immer mehr Leute, die sich für Lebensmittel und Kleidung beim Brotkorb anstellen müssten. Deshalb wolle er in der Kommunalpolitik aktiv werden. Die Kommunen seien in der Zwickmühle, der Bund ließe ihnen keine Luft zu atmen, ist der 56-jährige Werbetechniker überzeugt. Die Finanzen seien der große Schalthebel. Geld sei genug da, es müsse nur anders verteilt werden. 

Einen Wunsch-Bündnispartner habe Die Linke im Falle ihrer Wahl nicht. "Wir reden mit jedem, selbst die AfD wäre für uns kein rotes Tuch." Solange nicht miteinander geredet werde, schließe man die Leute aus. Je mehr gemeinsame Themen es gebe, desto leichter seien Lösungen umzusetzen. "Wir haben keine Berührungsängste", sagt Meyer, der seit 26 Jahren in Seelze wohnt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Partei plant zwei Wahlstände: Mit Interessierten ins Gespräch kommen will die Partei Die Linke am Sonnabend, 27. August, von 9 bis 13 Uhr an der Hannoverschen Straße/Ecke Schillerstraße in Seelze. Ein weiterer Termin ist am Donnerstag, 8. September, von 9 bis 13 Uhr in Letter Ecke Lange-Feld-Straße/Brandenburger Straße.

Von Thomas Tschörner

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