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Rat begrenzt Kapazität für das Gymnasium

Seelze Rat begrenzt Kapazität für das Gymnasium

Der Rat begrenzt die Kapazitäten des Georg-Büchner-Gymnasiums mit der Mehrheit von SPD und Grünen auf maximal 50 Klassen. Künftig soll es für die Jahrgänge fünf bis zehn eine sogenannte Sechszügigkeit geben. Die Jahrgänge elf und zwölf sollen siebenzügig sein. Die CDU lehnt die Begrenzung ab.

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Das Georg-Büchner-Gymnasium in Letter soll künftig maximal 50 Klassen haben.

Quelle: Sarah Sauerbier

Letter. Die Aufnahmekapazität von 50 Allgemeinen Unterrichtsräumen, die sich nach den vorhandenen Räumen richtet, bedeutet in den Jahrgängen fünf bis zehn insgesamt 36 Klassen, maximal sechs pro Jahrgang. Dazu kommen jeweils sieben Klassen der Jahrgänge elf und zwölf. Die Festlegung dieser Kapazitätsgrenze ist die Folge einer Entscheidung aus dem Februar, nach der Schüler aus Ahlem mit dem Schuljahr 2016/17 nicht mehr am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) unterrichtet werden sollen. Trotz dieser von den Grünen auf den Weg gebrachten Änderung der Schulbezirkssatzung hätten Schüler aus Ahlem nach den gesetzlichen Regelungen und der daraus entwickelten Rechtsprechung grundsätzlich weiter die freie Wahl eines Gymnasiums, also auch des GBGs, betont die Verwaltung. Der Schulträger könne diese freie Wahl aber einschränken - mit der nun beschlossenen Kapazitätsgrenze. Auswärtige Schüler müssen dann nur noch bis zum Erreichen dieses Limits aufgenommen werden. Ohne Begrenzung hätten sie einen einklagbaren Anspruch auf Aufnahme am GBG.

In der Ratssitzung erinnerte Frank Joosten (Die Grünen) an die vor der Sitzung geäußerte Kritik von Seelzes CDU-Vorsitzenden Gerold Papsch. Papsch hatte dafür plädiert, den Ausschluss hannoverscher Schüler zurückzunehmen. Andernfalls würde Hannover auch keine Seelzer Schüler mehr aufnehmen, hatte Papsch gewarnt. Einen entsprechenden Antrag habe die CDU aber nicht auf den Weg gebracht, sagte Joosten. "Dann hätte auch gleich der Antrag auf den Ausbau des GBG mitgestellt werden müssen."

Die CDU-Fraktion stimme der Kapazitätsgrenze am GBG nicht zu, sagte Fraktionssprecher Werner Huckschlag. Die Absicht sei zwar gut, aber nicht realistisch. Wenn alle Kommunen Schulgeld sparen wollten, würde dies die freie Wahl der Schüler einschränken. Papsch, der auch Ratsvorsitzender ist, sprach von einer sechs Jahrzehnte währenden Tradition. In der Vergangenheit seien zahlreiche Seelzer Schüler zu hannoverschen Gymnasien gegangen.

Johannes Seifert (SPD) betonte, die Kapazitätsgrenze sorge für eine Entlastung der Stadt. Er rechne zudem damit, dass die geplante Integrierte Gesamtschule im Schulzentrum auch eine Oberstufe erhalten werde. Damit werde auch das Raumproblem am GBG weiter entschärft.

Von Thomas Tschörner

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