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Stadt plant neue Süd-Kindertagesstätte

Seelze Stadt plant neue Süd-Kindertagesstätte

Im Zusammenhang mit der Planung einer neuen Ganztagsgrundschule für die südlichen Stadtteile soll auch eine neue Kindertagesstätte entstehen und dafür die Kindergärten Harenberg und Kirchwehren geschlossen werden. Dagegen wehrt sich der Ortsrat Kirchwehren, der die Einrichtung im Ort erhalten will.

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Seelze denkt über eine Kindertagesstätte für den Südbereich nach.

Quelle: Dpa

Seelze/Kirchwehren. Anhand der Warteliste vom Dezember hat die Verwaltung für den südlichen Bereich der Obentrautstadt (Almhorst, Döteberg, Kirchwehren und Lathwehren) ermittelt, dass 21 Krippen- und 34 Kindergartenplätze fehlen. Abhilfe soll deshalb eine neue Kindertagesstätte mit insgesamt vier Gruppen schaffen. Auf einen Standort legt sich die Verwaltung noch nicht fest. Möglich wäre eine gemeinsame Fläche mit der neuen Grundschule-Süd. Dies setze aber voraus, dass ein genügend großes Grundstück gefunden wird. In Harenberg sieht die Verwaltung ebenfalls Möglichkeiten, etwa auf einem Grundstück der Volksbank. Dort könnte allerdings nur ein Neubau für drei Gruppen Platz finden. Wie bei der geplanten neuen Grundschule-Süd auch, soll erst einmal geplant werden. Fest steht aber schon jetzt, dass dann die jetzigen Kindergärten Harenberg und Kirchwehren geschlossen werden sollen.

Dagegen wehrt sich der Ortsrat Kirchwehren: Die Kirchwehrener Kommunalpolitiker fordern, dass der Kindergarten im Ort auch nach dem Bau einer "Kita-Süd" erhalten bleibt. Die geplante Schließung sei aus Kirchwehrener Sicht nicht hinnehmbar, heißt es in dem Antrag des Ortsrates. "Die Infrastruktur ist hier schon auf einem sehr niedrigen Niveau; im Grunde genommen haben wir in Kirchwehren nur noch den Kindergarten, mit dem wir jungen Familien unser Dorf schmackhaft machen können." Ansonsten gebe es weder eine Grundschule noch eine Bäckerei oder einen Nahversorger. Sollte der Kindergarten geschlossen werden, sei zu befürchten, dass immer weniger junge Familien nach Kirchwehren ziehen.

Für unzutreffend hält der Ortsrat das Argument der Verwaltung, dass mit einer Schließung des Kindergartens rund 870.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes nicht mehr aufgewendet werden müssten. Denn im gleichen Gebäude sei auch die Feuerwehr untergebracht. Im Obergeschoss befinde sich zudem das von einem Förderverein verwaltete Dorfgemeinschaftshaus, für das die Stadt eine Bestandssicherung zugesagt habe. Deshalb müsste für das Gebäude in Zukunft weiterhin Geld für Sanierungen zur Verfügung gestellt werden. Der Ortsrat beantragt deshalb, dass der Kindergarten Kirchwehren erhalten bleibt und auch Kinder aus Lathwehren und Almhorst aufnimmt.

Über seinen Vorschlag spricht der Ortsrat am Mittwoch, 22. Juni, im Dorfgemeinschaftshaus. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr. Die politischen Gremien der Stadt beschäftigen sich dann im August mit dem Thema.

Von Thomas Tschörner

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