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Stadt spricht über Supermarkt für Seelze-Süd

Seelze Stadt spricht über Supermarkt für Seelze-Süd

Die SPD-Regionsfraktion will die Einrichtung von CAP-Märkten in der Region unterstützen und hofft auf einen ersten Markt in Seelze-Süd. Die Seelzer Stadtverwaltung ist von dieser Mitteilung überrascht. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, gegenwärtig werde mit zwei Interessenten verhandelt.

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Die Stadt bemüht sich um die Ansiedlung eines Nahversorgers für Seelze-Süd.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Nach Einschätzung der SPD-Regionsfraktion ist das Konzept der CAP-Märkte - CAP ist hergeleitet von "handycap" - geeignet, Nahversorgungslücken zu schließen und gleichzeitig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. CAP würde zusammen mit örtlichen Integrationsunternehmen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen nach dem Franchise-Prinzip Lebensmittelgeschäfte betreiben. Weil im Lebensmitteleinzelhandel häufig kleine Geschäfte in Wohngebieten zugunsten großer Supermärkte auf der "grünen Wiese" geschlossen worden seien, könnten die CAP-Märkte in die so entstandene Lücke mit zu Fuß erreichbaren Märkten stoßen.

Hauptsächlich im süddeutschen Raum gebe es bereits mehr als 100 CAP-Märkte mit mehr als 800 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. "Leider ist Niedersachsen dabei nahezu ein ,weißer Fleck' auf der Landkarte" bedauert Klaus Brauer, wirtschafts- und beschäftigungspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, der gemeinsam mit Vertretern der SPD-Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Beschäftigung mit der Geschäftsführerin der Hannover Werkstätten, Vera Neugebauer, über die Ansiedlungsmöglichkeiten von CAP-Märkten in der Region gesprochen hat. Ein erster Versuch, einen derartigen Markt in Hannover-Roderbruch anzusiedeln, sei leider gescheitert.

"Jetzt haben wir Hoffnung auf Einrichtung eines Marktes in Seelze-Süd", berichtet Brauer. Erste Vorgespräche liefen bereits und seien vielversprechend. "Dieses könnte in Pilotprojekt für die ganze Region sein und hat deswegen unsere volle Unterstützung", sagte Brauer.

Seelzes Stadtverwaltung ist von der Ansage der SPD-Regionsfraktion überrascht und hält sie für kontraproduktiv. "Da wird das Fell des Bären verteilt, bevor er erlegt ist", sagt Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer. Tatsächlich führe die Stadt Gespräche mit zwei Interessenten für einen Supermarkt in Seelze-Süd, einer davon sei CAP. Spruchreif sei aber noch nichts, betont Kaemmerer. "Wir sind froh, dass es Gespräche gibt." Dies sei jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder der Fall gewesen. "Wir halten eine Mitteilung für besser, wenn es konkrete Ergebnisse gibt." Die Stadt sei zudem dem Datenschutz verpflichtet, es ginge immer noch um privatwirtschaftliche Interessenten.

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Von Thomas Tschörner

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