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Verwaltung sieht kein Interesse an Jugendrat

Seelze Verwaltung sieht kein Interesse an Jugendrat

Die Stadtverwaltung sieht keinen Grund für eine Neugründung eines Stadtjugendrates. Ein vermehrtes Interesse von Jugendlichen, ihr direktes Umfeld mitzugestalten, sei nicht zu erkennen, heißt es in einer Stellungnahme. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte einen Stadtjugendrat gefordert.

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Die Stadtverwaltung im Seelzer Rathaus hält nichts von der Neugründung eines Stadtjugendrates.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Die Grünen sahen nach dem Einschlafen des Stadtjugendrates vor einigen Jahren ein gestiegenes Interesse junger Menschen, an Problemen im direkten Umfeld zu arbeiten. Wunstorf und Neustadt hätte Jugendräte, die auch Kontakte über die Stadtgrenzen hinaus pflegten, warben die Grünen für ihren Antrag.
Die Verwaltung erinnert in ihrer Stellungnahme daran, dass der Jugendrat im Jahr 2006 als ein Baustein der Zielvereinbarung für eine Finanzspritze des Landes durch den Antrag von CDU und Grünen aufgelöst worden sei. Damit sei eine Einsparung von 8400 Euro erzielt worden. Entgegen der Argumentation des aktuellen Antrags der Grünen sei ein vermehrtes Interesse von Jugendlichen nicht zu erkennen, an Problemen im direkten Umfeld mitzugestalten. Erfahrungen der Nachbarstädte könnten die von den Grünen ins Feld geführten positiven Effekte nicht bestätigen. So gebe es in Wunstorf für das Gremium einen Jahresetat von 5000 Euro. Gleichzeitig kümmere sich eine Mitarbeiterin mit 15 Stunden pro Woche um das Jugendparlament. Dazu käme ein sogenannter Verbindungsbeamter mit zwei Wochenstunden. Alle zwei Jahre werde an den Schulen der Stadtjugendrat gewählt. Dennoch gebe es eine hohe Frustration, wenn Ideen des Stadtjugendrates nicht gehört, geschweige denn umgesetzt würden.

Ob ein Stadtjugendrat im Jahr 2017 die richtige Methode ist, um die politische Partizipation zu fördern, sei generell zu hinterfragen. Vereine wie "Politik zum Anfassen" arbeiteten zielgruppenaffiner und weitaus effektiver. Deshalb lehnt die Verwaltung eine Neugründung des Stadtjugendrates ab. Über den Antrag der Grünen sowie die Stellungnahme der Verwaltung wird der Rat voraussichtlich in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Februar, entscheiden.

Von Thomas Tschörner

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