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Bahntrasse beschäftigt Stadt und BI weiter

Seelze Bahntrasse beschäftigt Stadt und BI weiter

Bürgermeister Detlef Schallhorn sieht die Optionen für zusätzliche Gleise durch Seelze weiter kritisch. Auch die Bürgerinitiative Seelze gegen neue Bahntrassen gibt nicht auf und organisiert eine Mitgliederversammlung. Fest steht bislang lediglich, dass Seelze von dem Bahnprojekt betroffen ist.

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Mandy von Zobeltitz, Vorsitzende der Bürgerinitiative Seelze gegen neue Bahntrassen, will weitere Aktionen planen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Der Anfang des Monats vom Bundeskabinett beschlossene Bundesverkehrswegeplan sieht unter anderem auch den Ausbau oder Neubau der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen vor. War zunächst von der Möglichkeit einer zweigleisigen Neubaustrecke durch den Bereich Seelze-Süd die Rede, so scheint der Schwerpunkt inzwischen auf dem Ausbau der vorhandenen Trasse zu liegen. "Das einzige, was uns an Entgegenkommen signalisiert wurde, ist eine Prüfung im Bestand", sagte Schallhorn. Dies müsse nicht zwangsläufig der Ausbau der bestehenden Gleise sein, denkbar sei auch ein Verlauf der beiden zusätzlichen Gleise entlang der Autobahn. Fest stünde nur, dass an der Strecke etwas passieren werde. "Inzwischen wird von der Verbindung Amsterdam-Moskau gesprochen, das unterstreicht die Bedeutung dieser Trasse", sagt der Bürgermeister.

Die Stadt hatte sich bereits im Vorfeld gegen eine neue Trassenführung südlich von Seelze-Süd und Almhorst ausgesprochen. Jetzt ginge es darum, die beste Möglichkeit für Seelze auszuloten. Glücklich ist Schallhorn damit nicht. "Wir in Seelze werden weiterhin damit leben müssen, dass zwei neue Schienenwege künftig zusätzlich durch das Stadtgebiet geführt werden sollen." Weil aber noch nicht feststehe, ob es auf einen Ausbau der vorhandenen Trasse oder einen Neubau hinauslaufe, werde die Stadt die Weiterentwicklung der Stadtteile und Infrastruktur vorantreiben. Denn der Bundesverkehrswegeplan sei weder eine Finanzierungsgrundlage noch seien die Projekte planerisch abgesichert. Erst im folgenden Planfeststellungsverfahren würde alle Aspekte wie etwa der Umweltschutz geprüft. Ganz aus dem aktuellen Bundesverkehrswegeplan genommen, sei dagegen der Ausbau des Stichkanals nach Linden, der 2003 noch projektiert war.

Über die aktuellen Entwicklungen zur geplanten Trasse will die Bürgerinitiative Seelze gegen neue Bahntrassen am Mittwoch, 24. August, im Bürgerhaus Gümmer am Westerfeldweg 7 bei einer Mitgliederversammlung informieren und über etwaige Folgen beraten. Dabei ginge es auch um die Zusammenarbeit mit den anderen Bürgerinitiativen entlang der Trasse, sagte die Vorsitzende Mandy von Zobeltitz. Auf der Tagesordnung stünde auch die Planung weiterer Aktionen, um die Seelzer Öffentlichkeit zu informieren. Beginn ist um 19.30 Uhr.

von Thomas Tschörner

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