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Düker werden mühsam freigelegt

Letter Düker werden mühsam freigelegt

Nachdem eine Spezialfirma im August vier neue Leitungen unter dem Flussbett der Leine hindurch geschoben hat, sind weitere Spezialisten derzeit damit beschäftigt, die Düker freizulegen und die neuen Leitungen anzuschließen.

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Mit einem Bohrer ziehen Andreas Grabe (links) und Florin Sulfal den Betonkern aus dem Boden (großes Bild). Benedikt Acker unterstützt Almir Bytyqi beim Freilegen des Dükers. Remmer (2)

Quelle: Remmer

Letter. Es ist eine mühsame Arbeit, die Almir Bytyqi verrichtet: Mithilfe eines Hammers und einer Flexsäge versucht der Mitarbeiter einer Tiefbau- und Rohrverlegungsfirma, vorsichtig den Betonsockel, der den Düker - die Druckleitung zur Unterquerung der Leine - umschließt, zu entfernen. Das ist notwendig, um die neue Leitung an dem Düker anzuschließen. „Wir müssen möglichst erschütterungsarm arbeiten, um die daneben liegende Leitung mit einem Durchmesser von 1,10 Meter nicht zu beschädigen“, erläutert Kollege Benedikt Acker. Das mache einen Einsatz von einem Hydraulikhammer unmöglich.

Etwas leichter haben es Andreas Grabe und Florin Sulfal auf der anderen Seite der Leine. Mithilfe eines Spezialbohrers ziehen sie 100 Kilogramm schwere Betonkerne aus dem Boden, um den dortigen Düker freizulegen. Doch auch dort sind Sorgfalt und Vorsicht notwendig, um die Leitung daneben nicht zu beschädigen, die an dieser Stelle sogar ein Stück zu sehen ist. Wenn die Düker an beiden Seiten freiliegen, werden die neuen Leitungen angeschlossen und mittels einer Querverbindung an die ursprüngliche Leitung angebunden. „Wenn alles so gut weiterläuft, werden die Bauarbeiten in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein“, sagt Acker.

Mit der Druckrohrleitung wird flüssiger Klärschlamm vom Klärwerk Herrenhausen zur Kläranlage Gümmerwald transportiert. Im November 2013 war die ehemalige Leitung durch ein Leck beschädigt worden. Nachdem zunächst noch die Möglichkeit angedacht wurde, eine daneben liegende, etwa 40 Jahre alte Leitung nutzen zu können, hatte eine Überprüfung durch einen Taucher ergeben, dass eine neue Leitung unumgänglich war.

Nach Angaben der Stadtentwässerung Hannover belaufen sich die Gesamtbaukosten für das Projekt auf 250 000 Euro. Die Fußgängerbrücke über die Leine kann während der Arbeiten uneingeschränkt genutzt werden.

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