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Ausbau der Bahntrasse wird wahrscheinlicher

Seelze Ausbau der Bahntrasse wird wahrscheinlicher

Bürgermeister Detlef Schallhorn hält mittlerweile den Ausbau der bestehenden Bahntrasse für immer wahrscheinlicher. Kirsten Lühmann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, habe bei einem Treffen versichert, dass eine ICE-Neubautrasse weitgehend vom Tisch ist, sagt Schallhorn.

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Ein Ausbau der vorhandenen Trasse wird nach Ansicht der Stadt immer wahrscheinlicher.

Quelle: Remmer

Seelze. Der vom Bundeskabinett beschlossene Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht unter anderem auch den Aus- oder Neubau der Bahnstrecke Hannover–Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen vor. Damit soll die vielbefahrene Trasse nicht nur entlastet, sondern auch verbessert werden. Die Rede ist von einer Zeitersparnis von acht Minuten. Davon ist auch Seelze betroffen: Eine Möglichkeit ist eine zweigleisige Neubaustrecke durch den Bereich Seelze-Süd. Die neue Trasse soll in Letter abzweigen, um die vorhandenen Gleise zu entlasten. Die neue zweigleisige Strecke sollte dann nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen. Von diesem Plan sah die Stadt ihre Entwicklungsmöglichkeiten bedroht, und es gab zahlreiche Proteste. Im Gespräch war aber auch schnell der trassennahe Ausbau der vorhandenen Gleise. Auch dagegen gab es Proteste (siehe Kasten).
Nach einem Gespräch mit Lühmann sowie unter anderem auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Matthias Miersch seien lediglich für die Trassen-Engpässe bei Wunstorf und Minden Neubaustrecken als Umgehung wahrscheinlich, sagte Schallhorn. Der Begriff „Neubau“ sei nach Aussage von Lühmann nur wegen dieser beiden Engpässe im Plan verbleiben, sagte Schallhorn.
Für das Seelzer Stadtgebiet zeichne sich dagegen ein Ausbau der bestehenden Bahnstrecke um zwei zusätzliche Gleise ab, ist das Fazit des Bürgermeisters nach dem Treffen. Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion habe ihm zudem zugesagt, dies nochmals zu prüfen und ihn schriftlich zu benachrichtigen, ob ein Trassenneubau für das Seelzer Stadtgebiet damit nicht mehr Bestandteil des Planes ist.
Schallhorn hatte schon vor einigen Tagen betont, dass bei einem Ausbau der vorhandenen Trasse der Lärmschutz für die Anlieger nach den Regeln der aktuellen Verordnungen verbessert werden müsse. Damit könnte für die Anlieger der vorhandenen Trasse sogar eine Verbesserung erreicht werden. Lühmann habe verdeutlicht, dass der Lärmschutz auf jeden Fall optimiert werde.
Bundestag und Bundesrat werden voraussichtlich Mitte Dezember über den Bundesverkehswegeplan 2030 beschließen. Dabei wird allerdings die konkrete Streckenführung noch nicht festgelegt.

Umstrittene Bahntrassen: Beide Varianten der Verbesserung der Bahntrasse im Bereich Seelze sind in der Obentrautstadt umstritten. Ein Neubau durch das südliche Stadtgebiet im Bereich Seelze-Süd hat nicht nur Anwohner des Neubaugebiets sowie Einwohner aus Almhorst und Harenberg auf den Plan gerufen. Auch die Stadt kritisierte, dass die Planer der Neubautrasse von Seelze-Süd offenbar überhaupt nichts gewusst hätten. Mit der Neubauvariante würden die Entwicklungsmöglichkeiten Seelzes im wahrsten Sinne des Wortes zerschnitten, eine weitere Entwicklung des Neubaugebietes sei kaum noch möglich.
Der Ausbau der vorhandenen Trasse wurde dagegen vor allem in den westlichen Stadtteilen Lohnde, Gümmer und Dedensen kritisch gesehen. Befürchtet wurde noch mehr Lärm in den Ortsteilen, die neben dem Lärm des Schienenverkehrs zum Teil auch unter die Geräuschkulisse der A 2 geltend machen.

Von Thomas Tschörner

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