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Anne-Frank-Schule wird zur Fahrradwerkstatt

Seelze Anne-Frank-Schule wird zur Fahrradwerkstatt

Ringschlüssel, Maulschlüssel oder Kombizange - viele werden mit diesen Begriffen vermutlich nichts anfangen können. Nicht so die Schüler der Anne-Frank-Schule, die jeden Donnerstag von 11 bis 13 Uhr an der Fahrrad-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Förderschule teilnehmen.

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Nico (12, von links), Volkmar Arnold, Klaus Schiemann, Räduan (11) und Ahmet verbringen viel Zeit in der Fahrradwerkstatt der Anne-Frank-Schule.

Quelle: Remmer

Seelze. „Es ist toll, den Kindern etwas beizubringen und zu zeigen, was sie handwerklich alles können“, sagt Klaus Schiemann, der die Schüler ehrenamtlich anleitet und bei der Reparatur der Fahrräder unterstützt. Zweimal hätten auch Mädchen an der AG teilgenommen, und die seien sehr geschickt gewesen. Und wenn das Fahrrad zu Hause mal kaputt ist? Für den zwölfjährigen Nico ist das kein Problem. „Ich kann da durchaus selbst Hand anlegen“, sagt der Sechstklässler.

HELP lehrt Frauen das Radfahren

Seit 2009 reparieren die Teilnehmer der Fahrrad-AG an der Anne-Frank-Schule jeden Donnerstag zwei Stunden lang Fahrräder, setzen diese wieder instand und machen sie verkehrssicher. Nun ist auch die hannoversche Stiftung HELP auf die fleißigen Nachwuchsmechaniker aufmerksam geworden, die seit fünf Jahren Fahrradkurse für erwachsene Frauen mit Migrationshintergrund in Garbsen anbieten. Für den Garbsener Volkmar Arnold, der außer der Fahrrad-AG auch den Kinderteller in Letter unterstützt, und Schulleiter Torsten Ellerhoff war die Kooperation mit HELP sofort selbstverständlich. „Ich finde es für die Schüler wichtig, dass sie ein soziales Werk unterstützen“, sagte Arnold. Deswegen kümmern sich die fünf bis sieben AG-Teilnehmer und ihre neun ehrenamtlichen Helfer im Seniorenalter ab sofort nicht mehr nur um die Fahrräder der Mitschüler, sondern sorgen auch dafür, dass die Migrantinnen auf verkehrssicheren und absolut fahrtüchtigen Fahrrädern an den Fahrradkursen teilnehmen können. Damit der Transport von Seelze nach Garbsen einwandfrei funktioniert, hat die Garbsener Polizei einen Bulli eigens zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt. Zusätzliche Unterstützung bei dem Kursangebot erhält die Stiftung vom Garbsener Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, sagt Andrea Griesel, Projektleiterin bei HELP. Die Stiftung könne sich durchaus vorstellen, bei Bedarf auch Fahrradkurse für erwachsene Migrantinnen in Seelze anzubieten. Bisher habe es aber noch keine Anfrage gegeben.

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