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Eltern gegen höhere Gebühren

Seelze Eltern gegen höhere Gebühren

Der Stadtelternrat der Kindertagesstätten protestiert gegen die geplante Erhöhung der Kindergartengebühren und wirft der Stadt unsoziales Verhalten vor. SPD-Ratsherr Heinrich Aller wirbt dagegen um Verständnis für die finanziell gebeutelte Stadt und eine faire Auseinandersetzung.

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Die Betreuung in den Kindertagesstätten wird wohl teurer.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Um in den Genuss der sogenannten Stabilisierungshilfe des Landes von gut 22 Millionen Euro zu kommen, plant die Stadt neben Einsparungen auch Erhöhungen der Einnahmen. So ist unter anderem auch eine Erhöhung der Kindergartengebühren im Gespräch, die Mehreinnahmen von rund 260 000 Euro bringen soll. Vorgesehen ist eine stufenweise Anhebung über drei Jahre.

Gegen diesen Plan wehrt sich der Stadtelternrat der Kindertagesstätten. „Während der Niedersächsische Städtetag dazu tendiert, die Kita-Gebühren komplett abzuschaffen, plant die Stadt Seelze eine Erhöhung der Kindergartengebühren“, heißt es in einem Schreiben an die Ratsfraktionen.

Im Vergleich habe Seelze schon hohe Gebühren. Damit werde Kinderbetreuung zum Luxus, die Stadt handele nicht familienfreundlich. „Wir protestieren gegen dieses willkürliche und unsoziale Verhalten, das dem Anspruch Seelzes entgegensteht, kinder- und familienfreundliche Stadt zu sein.“ Der Stadtelternrat fordert den Rat auf, nicht nur die Gebühren nicht zu erhöhen, sondern sie an angrenzende Kommunen anzupassen. Damit könne Seelze wieder attraktiver für Familien gemacht werden.

Die Stadtverwaltung hatte die Gebührenerhöhung für vertretbar gehalten, weil die Beiträge seit 2011 stabil geblieben seien. Davor hatte es seit 1999 zwölf Jahre lang keine Erhöhung mehr gegeben. Damit sei der Elternanteil an der Gesamtfinanzierung der Tagesstätten stetig gesunken. Gleichzeitig seien nicht nur die Öffnungszeiten ausgeweitet, sondern auch mit der dritten Betreuungskraft in den Gruppen die Qualität erheblich gesteigert worden. Allein die dritte Kraft habe den Zuschussbedarf der Tagesstätten für 2015 um rund 1,5 Millionen Euro erhöht.

Die Abläufe in den Einrichtungen seien durch die dritte Kraft viel einfacher geworden, die Entscheidung dafür richtig gewesen, sagt Hubertus Gärtner, Vorsitzender der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Allerdings liege der Elternanteil an den Kosten nicht mehr bei dem vorgesehenen Drittel, sondern nur bei etwa 23 Prozent.

SPD-Ratsherr Heinrich Aller äußert Verständnis für die Eltern, mahnt aber eine faire Auseinandersetzung an.

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