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Eltern votieren mehrheitlich für eine Gesamtschule

Seelze Eltern votieren mehrheitlich für eine Gesamtschule

1200 Fragebögen wurden an der Grundschule und Kindergärten von Müttern und Vätern verteilt. Die Eltern konnten darüber abstimmen, ob sie ihr Kind nach Beendigung der Grundschule an einer IGS unterrichten lassen wollen. Das Ergebnis ist eindeutig.

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Nach den Vorstellungen der SDP-Fraktion soll im Schulzentrum, hier vom Turm der Kirche St. Martin gesehen, eine Integrierte Gesamtschule eingerichtet werden.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Die von der SPD-Fraktion und den Grünen geforderte Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Schulzentrum Seelze zum 1. August 2017 hat nach dem Ratsbeschluss eine weitere Hürde genommen. Bei einer Umfrage hat eine Mehrheit der Eltern ihr Votum für diese neue Schulform abgegeben.

Die Stadt hatte rund 1200 Fragebögen über die Grundschule und Kindergärten an Mütter und Väter verteilen lassen. Die Eltern konnten ankreuzen, ob sie ihr Kind nach Beendigung der Grundschule an einer IGS unterrichten lassen wollen.

In den Kindertagesstätten wurden 315 Bögen ausgegeben. Der Rücklauf betrug 42 Prozent. 95 Eltern votierten für die IGS. Im ersten Grundschuljahrgang wurden 302 Bögen verteilt. Die Rücklaufquote lag bei rund 66 Prozent. Hier gab es 137 Befürworter. Im zweiten Jahrgang wurden 260 Bögen weitergegeben. Der Rücklauf betrug 48 Prozent. Es gab 96 Jastimmen. Im dritten Jahrgang waren es sogar 169 IGS-Zustimmungen. Ausgegeben wurden 324 Fragebögen, die Rücklaufquote lag bei 69 Prozent.

Eine neue IGS muss langfristig, für mindestens zehn Jahre, eine Mindestgröße von vier Zügen erreichen. Dies bedeutet, dass pro Jahrgangsstufe mindestens 96 Schüler erforderlich sind. Aus der Umfrage geht klar hervor, dass das Interesse der Eltern an der IGS ausreichend ist.

„Wir werden jetzt die Zehn-Jahres-Prognose erstellen“, sagt Stadtsprecherin Martina Krapp. Sie soll schon Ende Januar vorliegen. Die Prognose wird dann dem Arbeitskreis Schule vorgestellt. Nach der Diskussion wird die Stadt bei der Landesschulbehörde die Einrichtung einer IGS beantragen.

Der Rat hatte beschlossen, die Humboldtschule (Realschule) und die Geschwister-Scholl-Schule (Hauptschule) im Schulzentrum Seelze an der Grand-Couronne-Allee zur IGS zusammenzulegen. Eine eigene gymnasiale Oberstufe soll nach Ansicht der SPD und der Grünen möglich sein. Die Verwaltung rät davon ab, weil für eine Oberstufe eine Vierzügigkeit optimal wäre. Wie teuer die Umwandlung des Schulzentrums in eine IGS wird, steht nicht fest.

Von Treeske Hönemann

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