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Ernte gibt keinen Grund zum Jubeln

Seelze Ernte gibt keinen Grund zum Jubeln

Kleinere, leichtere Körner und weniger Korn pro Ähre: Die Trockenheit im Frühsommer hat bei der Weizenernte ihre Spuren hinterlassen. Auch die Preise, die für den Weizen erzielt werden können liegen auf einem geringen Niveau.

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Henning Nathen drischt mit dem Mähdrescher den Weizen und befüllt anschließend den Anhänger. Christian Schomburg überprüft die Körner, die aufgrund der Trockenheit kleiner und leichter sind als sonst. 

Quelle: Remmer

Seelze. Etwa 17 bis 18 Stunden pro Tag verbringt Christian Schomburg derzeit mit der Weizenernte. Unterstützt wird der Landwirt dabei vom Kollegen Henning Nathen aus Kirchwehren. „Dreschen und einfahren, beides zusammen geht nicht. So unterstützen wir uns gegenseitig“, erklärt Schomburg. Während Nathen also mit dem Mähdrescher dafür sorgt, dass der Weizen geerntet wird, bringt Schomburg das Getreide zur Lagerung auf den Hof. Das Stroh, das beim Dreschen anfällt, bleibt auf den Feldern liegen, um die darin enthaltenen Nährstoffe wie zum Beispiel Phosphor beim Pflügen wieder in den Boden zu bringen. Im Gegenzug wechseln die beiden dann die Plätze, wenn es um die Ernte auf Nathens Feldern geht.

Ein Grund zum Jauchzen sei die Ernte in diesem Jahr allerdings nicht. Die Weizenpreise, die an der europäischen Leitbörse Matif in Paris bestimmt werden, sind nicht gut, und durch die frühsommerliche Trockenheit ist das Getreide in Größe und Gewicht zurückgeblieben. „Die Gerste ist durch die Trockenheit noch ganz gut durchgekommen, bei Roggen und Weizen liegen wir in diesem Jahr aber unter dem Durchschnitt“, berichtet Schomburg. Vor allem auf den vorwiegend sehr sandigen Böden nördlich des Mittellandkanals, wo die Feuchtigkeit sofort versickert, habe sich die Trockenheit bemerkbar gemacht.

Zufrieden hingegen ist der Gümmeraner mit dem derzeitigen trockenen und warmen Wetter. „Ideales Erntewetter“, kommentiert er, wenngleich er sich noch etwas mehr Beständigkeit wünsche. Sollten jetzt noch vermehrt Niederschläge oder gar Unwetter auftreten, könnte das die Weizenernte im wahrsten Sinne des Wortes noch verhageln. „Ein Korn darf nicht mehr als 14,5 Prozent Wasser enthalten, wenn es verkauft wird“, weiß der Fachmann. Nach dem Verkauf landet das Getreide dann in erster Linie in den Futtertrögen von Schweinen, Kühen, Hühnern und Co.

Nachdem der Weizen eingefahren ist, wird Ende August bereits der neue Raps ausgesät, bevor anschließend im September die Rübenernte ansteht.

Von Sandra Remmer

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