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Erstes Flüchtlingsdorf in Seelze

Seelze Erstes Flüchtlingsdorf in Seelze

Bei der Flüchtlingsunterbringung beschreitet die Stadt neue Wege: Konnten bisher fast alle Schutzsuchenden dezentral in Wohnungen untergebracht werden, sollen nun erstmalig zwölf mobile Unterkünfte im Gewerbegebiet Seelze-Süd aufgebaut werden. Darüber hat die Verwaltung die Anwohner am Mittwochabend informiert.

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Mehr als 220 Flüchtlinge leben inzwischen in Seelze.

Quelle: Symbolfoto

Seelze . Mehr als 70 Wohnungen in Seelze hat die Stadt bisher zur Flüchtlingsunterbringung angemietet und ist damit inzwischen zum größten Wohnungsnehmer avanciert. „Mit Ausnahme der beiden Gemeinschaftsunterkünfte an der Lange-Feld-Straße in Letter und der Almhorster Straße ist es uns bisher gelungen, alle Flüchtlinge dezentral unterzubringen“, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn.

Mehr als 220 Flüchtlinge leben inzwischen in Seelze. Für das kommende Jahr rechnet Schallhorn mit 1000 Neuankömmlingen. „Das ist der heutige Stand. Die Zahlen ändern sich andauernd“, erläutert der Rathauschef. Auf alle Fälle wolle er vermeiden, dass für die Unterbringung von Asylsuchenden Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel Sporthallen geräumt werden müssen. Deswegen hat die Stadt insgesamt 16 sogenannte Mobile Homes angemietet. Nachdem die beweglichen Unterkünfte inzwischen alle per Sattelschlepper ihr Ziel erreicht haben und vorübergehend auf dem Gelände der Feuerwache in Letter sowie bei Honeywell untergebracht sind, sollen die ersten zwölf davon schon in Kürze im Gewerbegebiet in Seelze-Süd aufgestellt werden. Bis zu fünf Personen sollen in den maximal 32 Quadratmeter großen Häusern untergebracht werden. Ein weiteres, in dem ein Sozialarbeiter vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen soll, ergänzt das Dorf. Gestern Abend hat die Verwaltung die Anwohner während eines Informationsabends über ihre neuen Nachbarn in Kenntnis gesetzt.

„Nachdem das Land die Baugenehmigungspflicht für Mobile Homes inzwischen aufgehoben hat, können wir mit dem Aufstellen beginnen“, erklärte Schallhorn. Gleichwohl sei die Inbetriebnahme nicht so einfach wie gedacht. „Die Unterkünfte müssen windsicher befestigt werden. Aus Sicherheitsgründen wurden die Gas- gegen eine Stromheizung ausgetauscht. Und die Häuser müssen nach unten hin abgedichtet werden, als Schutz, dass niemand von dort aus etwas hineinwerfen kann“, sagt Schallhorn.

Von Sandra Remmer

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