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Gümmeraner weihen ihre neue Orgel ein

Seelze Gümmeraner weihen ihre neue Orgel ein

Ein langer und beschwerlicher Weg hat in Gümmer ein glückliches Ende gefunden: Nach einer sieben Jahre dauernden Suche nach einem geeigneten Instrument wurde von Péter Sándor auf der Empore der evangelischen Kirche eine neue Orgel aufgebaut. Die Gemeinde lädt zur Orgelweihe am Sonntag ein.

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Die neue Orgel in Gümmer wird am kommenden Wochenende geweiht.

Quelle: privat

Gümmer. Schon bei seinem Dienstantritt in Dedensen und Gümmer vor sieben Jahren stellte Pastor Gerald J. Petzold fest, dass die Kirche eine neue Orgel benötigte. Da sich eine Restauration des alten Instrumentes nicht mehr lohnte, suchte der Kirchenvorstand in den folgenden Jahren nach einer gebrauchten Orgel. Doch die Suche blieb erfolglos. Einen daraufhin geplanten Neubau durch einen deutschen Orgelbauer konnte sich die Gemeinde nicht leisten.

Die Mitglieder des im Jahr 2012 neu gewählten Kirchenvorstands nahmen die Suche gemeinsam mit dem Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn und mit Hilfe des Internets wieder auf. Dabei stießen sie auf die überzeugende Arbeit des rumänischen Orgelbauers Péter Sándor, der schon einige Orgeln an Kirchen in Deutschland geliefert hatte.

Nach der Genehmigung durch das Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche und der Überwindung einiger juristischer Hürden konnte Sándor im März 2014 mit der Arbeit beginnen. Während Spieltisch, Pedal und Orgelbank in Rumänien entstanden, wurde die Gümmeraner Kirche auf das neue Instrument vorbereitet: An der Orgelempore wurden unter anderem tragende Balken eingesetzt und im Mauerwerk verankert und der von Holzwürmern befallene Fußboden wurde erneuert.

Die Orgel mit sieben klingenden Registern konnte schließlich im Juni und Juli von Sándor und seinen Mitarbeitern auf der Empore aufgebaut werden. Sie kostete insgesamt 26.000 Euro.

"Das Instrument stellt sich mir handwerklich auf höchstem Niveau dar", schrieb Wolfgang Westphal in seinem Abnahmebericht. Der Orgelsachverständige der Landeskirche ist sehr zufrieden mit der Arbeit, die Sándor und seine Kollegen in Gümmer geleistet haben. "Das Instrument ist im Ganzen aus Fichtenhölzern aus den höheren Regionen des Siebengebirges gefertigt, die auch im Geigenbau verwendet werden", schrieb Westphal. Darüber hinaus sei das Holz von Kirschen, Eichen und Zwetschen eingesetzt worden. Die Untertasten des Manuals seien aus Buchsbaum und die Obertasten aus Edelholz gefertigt.

Die Kirchengemeinde lädt für Sonntag, 21. August, um 10 Uhr zur feierlichen Weihe der neuen Orgel ein. Nach einem Empfang durch den Kirchenvorstand im Gemeindehaus wird Westphal den Anwesenden die neue Orgel näherbringen.

Von Rebecca Hürter

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