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Fachleute ziehen neue Rohre ein

Letter Fachleute ziehen neue Rohre ein

Die Bauarbeiten zur Erneuerung der defekten Druckrohrleitung unter der Leine haben begonnen. Am Mittwoch war eine Spezialfirma damit beschäftigt, insgesamt vier neue Leitungen unterhalb des Flussbetts hindurchzuschieben.

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Auf der anderen Seite des Flusses beobachtet René Kröger, ob das Rohr unter dem Flussbett korrekt platziert ist.

Quelle: Remmer

Letter. Da das Gebiet in Letter im Zweiten Weltkrieg zur Einflugschneise gehörte, um Bomben auf die Firmen Varta und Riedl de Haën abzuwerfen, war zuerst eine Suche nach eventuellen Blindgängern erforderlich. Kaum hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst grünes Licht gegeben, ging es los. Vier Mitarbeiter der Spezialfirma BRK waren damit beschäftigt, mithilfe eines 100 Tonnen schweren Bohrers in Form eines Baggers vier neue Leitungen in etwa 3,50 Meter Tiefe unter der Leine hindurchzuschieben. Zuvor waren die Rohre in zwölf Meter langen Stücken per Sattelschlepper angeliefert und mittels eines sogenannten Spiegelschweißverfahrens zusammengeschweißt worden.

„Nach dem Einziehen der Rohre wird jedes einzelne einer Druckprüfung mit einem Druckvon 15 bar überprüft“, erklärt Thomas Helm vom BLK-Bohrteam. Wenn die Rohre dieser Überprüfung standgehalten haben und wieder leer gepumpt sind, steht als nächster Bauabschnitt der Anschluss an die Dükerbauten an.

Mit der Druckrohrleitung wird flüssiger Klärschlamm vom Klärwerk Herrenhausen zur Kläranlage Gümmerwald transportiert. Im November 2013 war die ehemalige Leitung durch ein Leck beschädigt worden. Nachdem zuerst die Hoffnung bestand, eine danebenliegende etwa 40 Jahre alte Leitung nutzen zu können, hatte eine Überprüfung durch einen Taucher ergeben, dass eine neue Leitung unumgänglich ist.

Die bereits vorhandene Reserveleitung soll in genau dieser Funktion neben der alten erhalten bleiben - für den Fall, das dort wieder ein Leck entsteht. „Wenn wir Probleme mit den Dükern haben, brauchen wir eine Reserveleitung“, erklärt Helmut von Rohden von der Stadtentwäserung Hannover. Rund 1500 Liter Abwasser pro Sekunde, bei Regen auch 2000, flössen durch die Abwasserleitung. „Die fährt keiner mit dem Auto nach Gümmerwald“, sagt Rohden. Daher sei der Verbleib der alten Reserveleitung weiterhin erforderlich.

Die gesamten Baukosten für das Projekt belaufen sich nach Angaben der Stadtentwässerung auf rund 250 000 Euro. Voraussichtlich Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Eine gute Nachricht: Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Leine zwischen Letter und Marienwerder bleibt während der Bauarbeiten uneingeschränkt nutzbar.

Von Sandra Remmer

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