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Fahrrad ist Verteilstation für Faltblatt

Seelze Fahrrad ist Verteilstation für Faltblatt

Ein ausrangiertes Fahrrad fungiert vor dem Edeka-Markt von Stefan Ehlert in Letter als Verteilstation für das städtische Programmfaltblatt "Seelze erleben". Zunächst als Test für zwei Monate. Dann will die Verwaltung Bilanz ziehen und eventuell weitere Drahtsesel aufstellen.

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Stefan Ehlert (von links), Sebastian Knebel, Gabriela Giesche und Janine Sladowski mit dem ausrangierten Fahrrad, das als Verteilstation für die Flyer "Seelze erleben" dient.

Quelle: Thomas Tschörner

Letter. Für die Monate September bis Dezember präsentiert die dreimal im Jahr in einer Auflage von jeweils 5000 Exemplaren erscheinende Broschüre rund 50 Veranstaltungen, sagt Gabriela Giesche, die für das Stadtmarketing zuständig ist. Das Faltblatt, das im Mai vergangenen Jahres erstmals erschienen ist, führt neben den Terminen des Stadtmarketings unter anderem auch die Vorstellungen des städtischen Kulturbüros sowie des Heimatmuseums und der Kirchengemeinden auf. Die Rückmeldungen auf das Programmheft seien durchweg positiv, sagte Giesche. Das Faltblatt liegt an vielen Stellen aus und wird auch von Ehrenamtlichen verteilt.
Als zusätzliche Verteilstation wird jetzt ein Fahrrad genutzt. "Es ist ein Fundfahrrad, das eigentlich für die Fahrradwerkstatt bestimmt war", sagt Sebastian Knebel, der im Rathaus unter anderem für Wirtschaftsförderung zuständig ist. Doch das Rad ist nicht mehr fahrbereit zu machen. Deshalb wurde es kurzerhand mit einem orangefarbenen Anstrich versehen und dient jetzt als Werbeträger. "Stefan Ehlert war so freundlich, uns den Platz zur Verfügung zu stellen", sagte Knebel. In den nächsten zwei Monaten werde das mit einem Behälter für die Faltblätter ausgestattete Fahrrad in Letter stehen. Die Aktion koste praktisch nichts, sagte Giesche. Und der Edeka-Markt sei gut erreichbar und werde stark frequentiert.
Das Rad stehe während der Öffnungszeiten vor seinem Markt, sagte Inhaber Stefan Ehlert. Nachts werde es hereingeholt. Für ihn sei es selbstverständlich, die Stadt zu unterstützen. "Letztendlich sind wir alle Seelzer und daran interessiert, dass der Standort gestärkt wird", sagte er. Dies beträfe die gesamte Stadt. Ehlert unterstützt das Stadtmarketing, das seit einigen Jahren den Reitergeneral Obentraut aus dem Dreißigjährigen Krieg als zentrale Werbefigur nutzt, schon länger. So hat er nach wie vor das von der Celler Brauerei produzierte Obentraut-Bier im Programm, das es als Pilsener und ab Oktober auch als Dunkel gibt – jeweils verpackt in einer von der Lebenshilfe hergestellten rustikalen Holzkiste mit eingebranntem Obentraut-Konterfei. Und auch den Obentraut-Sekt gebe es nach wie vor.

Obentraut ist Werbefigur: Bereits 2007 hat die Stadt in Kooperation mit der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe (HGS) den historischen Reitergeneral (1574 bis 1625), der im Dreißigjährigen Krieg in Seelze ums Leben gekommen ist, erstmals für Werbezwecke genutzt. Zwei Jahre später stand die Stadt dann vor der Frage, ob sie weiter auf Obentraut setzen oder das Thema wieder verwerfen solle. Die Entscheidung fiel schließlich für den Reitergeneral: 2010 nahm die Stadt an der City-Offensive Niedersachsen "Ab durch die Mitte" teil. Unter dem Motto "Obentraut – wir trauen uns" wurde ein vielfältiges Programm aufgelegt und Seelze legte sich den Beinamen „Obentrautstadt“ zu. Verkörpert wird der Namensgeber durch Schauspieler Rainer Künnecke, der regelmäßig in Seelze präsent ist.

Von Thomas Tschörner

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