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Einsatzkräfte sind auf Ernstfall vorbereitet

Seelze Einsatzkräfte sind auf Ernstfall vorbereitet

Um 18.30 Uhr wird es am Donnerstagabend laut im Kursana Domizil in Letter: Der Feueralarm wurde ausgelöst und die Feuermelder schlagen Alarm. Nur wenige Minuten später fahren die ersten Einsatzfahrzeuge mit lauten Sirenen vor. Bei einer Großübung zeigen Feuerwehr und DRK ihr Können.

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Die Bewohner des Kursana Domizils beobachten mit viel Interesse das Anrücken der Einsatzkräfte. Neun Personen müssen bei der Übung von der Feuerwehr aus dem Gebäude geborgen und anschließend vom DRK versorgt werden.

Quelle: Rebecca Hürter

Letter. Als erster kommt Einstzleiter Marco Becker, der stellvertretende Ortsbrandmeister von Letter, am Einsatzort an: Schon während der Anfahrt alarmiert er Einsatzkräfte aus Letter, Döteberg, Harenberg, Velber, Seelze und Almhorst, weil das Kursana Domizil den Brand bestätigt hat. Zu dem Zeitpunkt denkt er noch, dass in dem Gebäude, in dem 135 Senioren wohnen, tatsächlich ein Feuer ausgebrochen ist. Nur die Verantwortlichen von der Feuerwehr, der Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes aus Garbsen und Neustadt und dem Pflegeheim waren im Vorfeld informiert.

Als die Eisatzkräfte am Kursana Domizil eintreffen, merken sie  schnell, dass es sich um eine Übung handelt. Dennoch folgen sie professionell den Anweisungen: Im Wohnbereich eins ist ein Feuer ausgebrochen und einige Personen müssen aus den Räumen gerettet werden. Die Zahl der Personen ist ungewiss. Gewissenhaft durchsuchen die Einsatzkräfte die ganze Wohneinheit: Alle neun Statisten werden aus dem Gebäude evakuiert und vor dem Kursana Domizil an die Helfer vom DRK übergeben, die in kurzer Zeit einen Behandlungsplatz mit Zelt aufgebaut haben.

121 Einsatzkräfte von der Feuerwehr und dem DRK sind in dem Seniorenzentrum im Einsatz. In 18 Einsatzfahrzeugen von der Feuerwehr und sieben vom DRK rücken sie in Letter an. "Das hat es vorher so nicht gegeben", sagt Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. Zwar wurde am Kursana Domizil vor zwei Jahren schon mal ein Einsatz geprobt, damals ging es jedoch nur um Anfahrtwege. Insbesondere die Rettung und das Zusammenwirken von Feuerwehr und Rettungsdienst werden dieses Mal geübt. Die Übung wurde von Gruppenführer Sebastian Köhler ausgearbeitet.

"Ich habe selten erlebt, dass eine Freiwillige Feuerwehr so professionell ist", sagt Elisabeth Mechelhoff. Auch mit ihren Mitarbeitern ist die Direktorin des Kursana Domizils nach dem Einsatz zufrieden: "Sie haben sich vorbildlich verhalten". Von den Bewohnern des Pflegeheims gibt es großes Lob für die Feuerwehr: "Es ist eine Beruhigung zu sehen, wie die Feuerwehrleute das machen", meint Cecilie Arndt, "da sieht man, wie tüchtig die sind". Gemeinsam mit anderen Bewohnern beobachtet sie den Einsatz. "Das ist heute eine gute Unterhaltung", meint Renate Haible. Anschließend ist sie sicher: "Wenn wirklich mal etwas passiert, dann ist die Feuerwehr zur Stelle."

Wie geht es nach der Übung weiter?

"Wir haben jede Menge Erkenntnisse gewonnen, auf denen wir aufbauen können", sagt Jürgen Rosummek. Durch die Großübung können nach Ansicht des Stadtbrandmeisters viele Hinweise zur Optimierung der Ausbildung gewonnen werden. Vier Beobachter waren bei dem Einsatz dabei. Nach der Übung wird es eine intensive Nachbereitung geben und die Ergebnisse sollen in der Ausbildung umgesetzt werden: Beispielsweise könnte Rosummek zufolge die Einsatzabschnittsbildung verfeinert werden und auch beim Transport der Verletzten nach der Rettung könnte die Organisation verbessert werden. Da es viele große Einrichtungen wie Altenheime im Stadtgebiet gebe, sei es besonders wichtig, Großeinsätze zu üben.

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Von Rebecca Hürter

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