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Als Schiedsperson den Nachbarn helfen

Seelze Als Schiedsperson den Nachbarn helfen

"Als Schiedsmann kann ich Nachbarn dabei helfen, wieder besser zusammenzuleben", erzählt Florian Nötzel-Albertus. Gemeinsam mit vier weiteren Ehrenamtlichen schlichtet er in Seelze Streitigkeiten. Für den Bezirk Harenberg, Döteberg und Velber wird eine neue Schiedsperson gesucht.

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Florian Nötzel-Albertus schlichtet beispielsweise zwischen Nachbarn, die über Baumrückschnitte, Beleidigungen oder Lärmbelästigung streiten.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Beleidigung, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Lärmbelästigung gehören zu den Streitigkeiten, die Schiedspersonen vorgetragen werden. Nach Angaben von Nötzel-Albertus bearbeitet jeder der fünf Schiedsmänner fünf bis zehn Schiedsfälle pro Jahr. In Seelze liegt der Anteil der erfolgreich verhandelten Schiedsverfahren bei 70 bis 80 Prozent. "Das ist ein sehr guter Schnitt", findet Nötzel-Albertus. Durch ein Schiedsverfahren können Streitigkeiten viel schneller und günstiger gelöst werden als vor Gericht.

Für fünf Jahre werden die ehrenamtlichen Schiedsleute vom Rat der Stadt Seelze  gewählt. Anschließend werden sie vom Amtsgericht in Hannover bestätigt und vom Amtsrichter vereidigt. "Nach der Vereidigung ging die Arbeit direkt los", erinnert sich Nötzel-Albertus. Menschen, die ein Problem haben, können sich bei ihm melden und er nimmt einen Antrag entgegen. In einem Gespräch versucht er, eine Einigung zwischen den Streitenden herbeizuführen. Die Schlichtungen werden in einem Ergebnisprotokoll festgehalten und sind rechtsverbindlich. Sie gelten für 30 Jahre. Der Sühneversuch in einem Schiedsverfahren ist in der Strafprozessordnung vorgeschrieben.

"Mit relativ wenig Zeitaufwand und ohne finanzielle Verluste kann ich mehreren Menschen gleichzeitig helfen", fasst Nötzel-Albertus zusammen. Etwa zwei bis drei Stunden investiere er jeden Monat für den ehrenamtlichen Einsatz. Dazu komme ungefähr einmal im Jahr eine Fortbildung. Bei Fortbildungen werden den Schiedspersonen unter anderem gesetzliche Grundlagen vermittelt.

"Ich konnte mich sehr schnell einarbeiten", sagt Nötzel-Albertus. Für die Arbeit als Schiedsperson gebe es keine fachlichen Voraussetzungen. Wenn das Interesse vorhanden sei, falle der Einstieg in das Ehrenamt leicht. Die Stadt freut sich über Interessierte, die für den Bereich Harenberg, Döteberg und Velber arbeiten möchten. Wer in einem der Ortsteile wohnt, kann sich bei dem zuständigen Abteilungsleiter Kai Roegglen melden: (05137) 828260. Fragen zur Arbeit der Schiedsleute beantwortet Florian Nötzel-Albertus: (05137) 816718, florian.noetzel@arcor.de.

Von Rebecca Hürter

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