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Flüchtlinge dürfen arbeiten

Seelze Flüchtlinge dürfen arbeiten

Die Stadt Seelze organisiert einen Sprachkurs mit Arbeitsgelegenheit für Flüchtlinge. So soll die Wartezeit bis zur Anerkennung der Asylanträge überbrückt werden.

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Die Stadt Seelze bietet Flüchtlingen Sprachkurse in Kombination mit Ein-Euro-Jobs ab, wie Bürgermeister Detlef Schallhorn erklärt.

Quelle: Insa Catherine Hagemann

Seelze. An dem ersten Durchgang des Sprachkurses mit Arbeitsmöglichkeit könnten 20 Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan teilnehmen, erklärte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Die Volkshochschule Calenberger Land ist zunächst für zwei Monate für den Unterricht zuständig. Danach können die Teilnehmer tageweise arbeiten und weiter den Sprachkurs besuchen. Insgesamt ist das Projekt auf sechs Monate angelegt. Danach soll ein neuer Kurs beginnen.

Einsatzmöglichkeiten sind etwa in der Grünpflege vorgesehen. Die Stadt plane zudem die Wiedereröffnung des Möbellagers an der Uferstraße, sagte Sprecherin Martina Krapp. Auch dort könnten Flüchtlinge beschäftigt werden. Für die Arbeit erhalten sie 1,05 Euro in der Stunde. „Das entspricht den ehemaligen Ein-Euro-Jobs“, sagte Schallhorn. Die Kosten trage das Land. „Wir wollen für diese Flüchtlinge die Wartezeit überbrücken, bis ihr Status geklärt ist.“ Es sei stets das Bemühen der Stadt, die Menschen frühzeitig zu integrieren.

Auch über die Zahl der jungen Flüchtlinge informierte Schallhorn. Bisher seien mehr als 50 Kinder von Flüchtlingen in den Schulen in Seelze und Letter aufgenommen worden, sagte er. Aktuelle Zahlen legte die Stadt zu den Kindern von Flüchtlingen vor. Ende September gab es in der Sprachlernklasse des Georg-Büchner-Gymnasiums 17 Schüler. Dort würden aber nicht nur Flüchtlinge unterrichtet, sondern etwa auch Kinder von Zuwanderern aus der EU, erklärte Schallhorn. Die Geschwister-Scholl-Hauptschule hat 14 Flüchtlingskinder aufgenommen, die Brüder-Grimm-Grundschule in Letter acht und die Sprachlernklasse der Regenbogenschule in Seelze 25. Damit werden Flüchtlinge bisher in den beiden großen Stadtteilen betreut. Die Kindertagesstätten haben elf Flüchtlingskinder aufgenommen. Schallhorn kritisierte, dass es zu wenig Sprachlernklassen gebe. Die jüngsten Anträge der Seelzer Schulen seien allesamt abgelehnt worden.

Die Stadt Seelze hat in diesem Jahr bereits rund 190 Flüchtlinge aufgenommen. Die Verwaltung rechnet damit, dass in den nächsten Monaten jeweils weitere 50 Menschen untergebracht werden müssen. Bislang hat die Stadt alle dezentral in Wohnungen unterbringen können. Dieses Konzept will sie auch weiterhin verfolgen.

Von Thomas Tschörner

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Von Redakteur Thomas Tschörner

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