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Flüchtlinge laden Nachbarn zum Grillen ein

Seelze Flüchtlinge laden Nachbarn zum Grillen ein

Gut drei Monate nach ihrer Ankunft haben die Flüchtlinge in Lohnde mit Hilfe des Unterstützerkreises ein Grillfest ausgerichtet. Knapp 100 Menschen, die gemeinsam an Bierzeltgarnituren miteinander essen und sich angeregt unterhalten sind ein schöner Beweis dafür, das Integration funktionieren kann.

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Flüchtlinge und Lohnder feiern zusammen.

Quelle: Remmer

Lohnde. Es riecht lecker an diesem Abend vor dem ehemaligen Getränkemarkt in Lohnde. Der Duft nach gegrilltem Hähnchen und Würstchen, ergänzt von zahlreichen Kräutern und Gewürzen liegt in der Luft und macht Appetit. Hinter den Tischen und Bänken ist ein üppig bestücktes Buffet aufgebaut, an dem sich alle bedienen können. Mehr als 30 Geflüchtete haben in den sechs Wohnungen in dem ehemaligen Getränkemarkt an der Calenberger Straße - zumindest vorübergehend - ein neues Zuhause gefunden.

"Wir haben uns gedacht, nach einem Vierteljahr sind die Menschen hier so weit angekommen, dass sie beginnen, sich heimisch zu fühlen", sagt Georg Korpack vom Unterstützerkreis in Lohnde. Deswegen sei der Gedanke aufgekommen, den Geflüchteten den Anstoß für das Grillfest zu geben. "Einladende sind die Flüchtlinge", erläutert Korpack. Ziel sei, sich kennenzulernen und mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Und das scheint gut zu funktionieren. Am Grill beweisen die Männer aus Syrien ihr Geschick, die Kinder spielen auf dem Hof - und wer gerade nichts zu tun hat, plaudert mit dem Nachbarn und lässt es sich schmecken. "Für das Fleisch haben wir Spenden gesammelt. Bei den Beilagen gab es Listen, in die sich jeder eintragen konnte. Wir haben gedacht, jeder bringt was mit und wir bekommen so ein Buffet mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern", sagt Korpack.

Der Unterstützerkreis in Lohnde, zu dem etwa 20 Helfer gehören, hat es sich vordringlich zur Aufgabe gemacht, den Flüchtlingen die Integration ins Dorfleben zu erleichtern. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, der Feuerwehr, dem Turnverein und den Pfadfindern werden regelmäßig interkulturelle Treffen organisiert. Dreimal in der Woche bieten die ehrenamtlichen Helfer Sprachunterricht an, der von den Flüchtlingen sehr gut angenommen wird. Für die Nachmittagsstunden benötigt der Unterstützerkreis weitere Helfer. Wer den Flüchtlingen beim Deutsch lernen helfen möchte, kann sich an Martina Wesemann, Telefon (01 77) 9 77 85 35 wenden.

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Quelle: Remmer
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