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Frauenleiche bei Seelze: Polizei sucht diesen Mann

Christian I. aus Hannover Frauenleiche bei Seelze: Polizei sucht diesen Mann

Im Fall einer getöteten 29-Jährigen aus Bad Nenndorf fahndet die Polizei nun mit einem Foto nach dem 41 Jahre alten Christian I. aus Hannover. Der Mann wird verdächtigt, die Frau getötet zu haben, deren Leiche Anfang April in einem Wald bei Dedensen (Seelze) gefunden wurde. 

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Quelle: Polizei

Hannover/Seelze. Die Polizei fahndet mit einem Passfoto nach dem Hannoveraner Christian I. Der 41-Jährige aus der Oststadt steht im Verdacht, eine 29-Jährige umgebracht zu haben. Die Leiche der jungen Frau wurde am Montag, 3. April, im Seelzer Ortsteil Dedensen gefunden. Sie soll aber bereits am 2. April gestorben sein.
„Gegenwärtig gehen die Beamten von einer Beziehungstat aus“, sagt Staatsanwältin Kathrin Söfker.

Einen grausigen Fund hat eine 49-Jährige in Seelze gemacht: Sie entdeckte eine Leiche in einem Wald bei Dedensen.

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Wie nahe sich die beiden standen, konnte Söfker nicht sicher sagen. Auch zum Motiv macht Söfker keine Angaben: „Die Ermittlungen dauern noch an.“ Keine Angaben macht die Staatsanwältin dazu, wie die Beamten dem 41-Jährigen auf die Spur kamen. Christian I. soll sein Opfer erwürgt haben. Er ist seit der Tat verschwunden.

I.  wohnt nach Behördenangaben in der Oststadt, ist etwa 1,80 Meter groß und schlank.  Meistens trägt er eine Brille sowie wechselnd einen Dreitage- beziehungsweise Vollbart. Der Gesuchte hat mehrere Tattoos. „Am Nacken hat er den Umriss einer Sonne“, sagt Söfker. Zudem ist der 41-Jährige unter anderem an beiden Unterarmen tätowiert - ein Tattoo zeigt asiatische Schriftzeichen. I. ist auch an mindestens einem Oberarm und an beiden Waden tätowiert.

Eine Fußgängerin hatte die Leiche der 29-Jährigen am Montag vergangener Woche im Unterholz neben einem Feldweg nahe dem Mittellandkanal bei Dedensen entdeckt. Die 49-Jährige war morgens mit ihrem Hund spazieren. Der Weg ist nach Angaben von Anwohnern sowohl bei Hundebesitzern als auch bei Joggern beliebt. Gleichzeitig werde die schmale Straße von vielen Dedensern als Schleichweg zur Bundesstraße 441 genutzt.

Woher sich die 29-Jährige und Christian I. kannten, ist derzeit nicht bekannt. Nach HAZ-Recherchen stammt Christian I. aus Marburg und zog später nach Hannover. Die 29-Jährige lebte in Bad Nenndorf, arbeitete zuletzt aber in Hannover im pharmazeutischen Bereich. Auch I. scheint in dem Sektor aktiv zu sein: In einem sozialen Netzwerk ist sein Benutzername die spanische Übersetzung für Anästhesie-Pflegekraft. Von Mitte Februar bis Mitte März dieses Jahres wanderte er von Paris aus auf dem Jakobsweg rund 980 Kilometer bis nach Santiago de Compostela.

Nach dem Tod der 29-Jährigen durchkämmte die Polizei einen Tag lang das kleine Wäldchen und umliegende Felder bei Dedensen. Die Beamten sicherten zahlreiche Beweise. Die Obduktion des Leichnams ergab schließlich, dass die junge Frau aus dem Schaumburger Land getötet wurde.

Die Polizei hat ein Waldstück in der Nähe des Fundortes bei Seelze mit Spürhunden abgesucht.

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Derweil trauert die Familie des Opfers um die 29-Jährige. In der gemeinsamen Traueranzeige von  Eltern, Geschwistern und Großeltern heißt es, sie sei „gewaltsam aus unserer Mitte genommen“ worden. Die 29-Jährige soll an diesem Donnerstag beerdigt werden.

Auch am Nachmittag fehlt trotz der bundesweiten Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder jede Spur von dem Mann. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Hannover unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

Von Peer Hellerling

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