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Lohndes Hafen startet Saison mit Luftnummer

Seelze Lohndes Hafen startet Saison mit Luftnummer

In Lohndes Marina-Rasche-Werft beginnt die Saison. Boote, die während der Winterzeit auf dem Trockenen lagen beziehungsweise standen, werden mit einem Autokran in den Kanal gehoben.

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Vertäuen mal anders. Hier werden die Trageseile des Krans entgegen genommen.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Lohnde. Ein Motorboot wie die "Klenoden", auf schwedisch "Kleinod", ist gar nicht so klein  beziehungsweise leicht. Rund zehn Tonnen bringt das Motorboot von Ulrike und Georg Homburg auf die Waage. Doch es steht nicht auf der Waage, sondern noch im Winterlager von Lohndes Marina-Rasche-Werft. Bevor die stolzen Schiffseigner elegant durch die Fluten des Mittellandkanals gleiten können, muss das Boot also vom Land ins Wasser befördert werden. Dieses Manöver kostet rund 200 Euro und erfordert von allen Beteiligten Konzentration und Nerven wie Drahtseile: Auf der Marina-Rasche-Werft kommen orange leuchtende Gurte aus Kunststoffverbund zum Einsatz, die Autokran-Inhaber Franz Könneker an einem mächtigen gelben Haken befestigt. Die flachen Gurte werden sorgfältig positioniert, damit das Schiff waagerecht schweben kann. Während der "Luftnummer" darf sich aus Sicherheitsgründen niemand an Bord befinden, aber viele Zuschauer, wie Daniel (11) und Jan (14) aus Frielingen, reisen extra früh morgens an. So entgeht ihnen keine Minute des maritimen Schauspiels zum Saisonstart.

Frank Antefuhr, Geschäftsführer der Marina-Rasche-Werft, hat an solchen Tagen besonders viel um die Ohren. Aber er findet es auch schön, alle Liegeplatzinhaber wieder zu sehen.

Wie lange das Befestigen der Gurte, das Anheben und wieder zu Wasser lassen dauert, wird exakt protokolliert. Irene zum Felde aus Uetze führt darüber Buch, damit eine faire Abrechnung für alle Beteiligten erstellt werden kann. Rund 200 Euro sollte jeder Bootseigner einkalkulieren - passiert etwas Unvorhergesehenes, kann es auch ein bisschen teurer werden.

Während die Freizeitkapitäne vor dem Manöver aufgeregt sind, ist Autokran-Inhaber Franz Könneker die Ruhe selbst. Am Ende der Aktion werden zwölf Boote sicher im Wasser dümpeln, während die Akteure im Hafenbistro "Nel Porto" verschnaufen. Dort verwöhnen Sonja und Uwe Müller die Gäste mit Kaffee und Mettbrötchen.

Stimmen einiger Bootseigner:

Ulrike Homburg: Mit der Klenoden haben mein Mann Georg und ich uns einen langgehegten Traum erfüllt.

Jim Cawly: Als Spanienfans haben Peter Rückstein und ich bei der Bootstaufe nicht lange überlegt und uns für "Don Pedro" entschieden.

Irene zum Felde: Wir kommen aus Uetze zur Marina Rasche, weil man hier immer nette Leute trifft und viele Freiheiten genießen kann.

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Von PATRICIA CHADDE

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