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Ein Fußweg, der kein Fußweg ist

Seelze Ein Fußweg, der kein Fußweg ist

Auf dem Trampelpfad entlang der Bundesstraße 441 zwischen Göxer Landstraße und Almhorster Straße bewegen sich viele Radfahrer und Fußgänger. Im Zuge der Fahrbahnsanierung wurde er deshalb deutlich verbreitert. Was die Passanten nicht ahnen: Offiziell gibt es an dieser Stelle gar keinen Fußweg.

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Breiter, aber noch schwer passierbar: Der Fußweg an der Bundesstraße 441 zwischen Kanalbrücke und Almhorster Straße.

Quelle: Uwe Kranz

Seelze. Wer als Fußgänger oder Radfahrer über die Kanalbrücke in Richtung Almhorst oder Industriegebiet Seelze Süd unterwegs war, der lebte bisher sehr gefährlich. Dem schmalen Absatz auf der Brücke, den viele benutzen, folgte zwar eine Fußgängerampel über die B 441, dann aber erneut nur ein schmaler Streifen entlang der Bundesstraße. Ein Trampelpfad.

Dennoch benutzten viele Seelzer diese fußläufige Verbindung in Richtung Innenstadt, zumal inzwischen an der Ecke Almhorster Straße auch ein Flüchtlingsheim entstanden ist. Rufe nach einer Verbesserung wurden laut, die im Zuge der Fahrbahnsanierung der B 441 erhört wurden. Doch der Freude folgte bei vielen die Ernüchterung: Zwar misst der Weg an der Bundesstraße jetzt in der Breite immerhin 1,50 Meter, die Deckschicht aus zentimeterhohem Splitt mutet aber doch sehr improvisiert an, und Eltern mit Kinderwagen kommen kaum voran. Ein Kompromiss, sagt Fabian Schulze von der Niedersächsischen Straßenbaubehörde, der auch noch optimiert werden soll. Aber offiziell gebe es an dieser Stelle gar keinen Fußweg.

Bei der Behörde habe man erkannt, dass es "ein Bedürfnis" gibt, diesen Bereich als Fußgänger zu passieren, welches durch die ungewöhnlich platzierte Fußgängerampel am Ende der Brücke auch noch motiviert wird. Deshalb wollte man den Weg nicht ganz entfernen und habe sich zu der aktuellen Form ohne feste Deckschicht entschlossen, "um den Komfort etwas zu erhöhen", so Schulze. Eine Beschilderung als Fuß- oder Radweg werde es aber nicht geben. Dafür müssten andere Standards erfüllt werden: Der Weg müsste aufwendig und langwierig überplant und noch stärker ausgebaut werden. In der Regel sind aber außerhalb geschlossener Ortschaften keine Fußwege an Bundesstraßen vorgesehen. 

Lediglich die dicke Splittdeckel werde in den kommenden zwei bis drei Wochen wieder entfernt und durch eine wassergebundene Deckschicht ähnlich einem Wirtschaftsweg in der Feldmark ersetzt. Diese sei dann fest genug, um von Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrern bequem benutzt zu werden, meint Schulze. Eine Schutzeinrichtung und ein Geländer auf der Böschungsseite sollen ebenfalls noch errichtet werden. Zur Sicherheit.

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