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Ganztagsbetrieb in Dedensen

Seelze Ganztagsbetrieb in Dedensen

Nach der Regenbogenschule in Seelze und der Brüder-Grimm-Schule in Letter soll nun auch die Grundschule in Dedensen auf Ganztagsbetrieb zum nächsten Sommer umstellen. Das hat der Rat der Stadt in geheimer Abstimmung mit Mehrheit beschlossen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Seelze. Die Änderung geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Sie sieht Handlungsbedarf, weil Kinder aus Lathwehren und Kirchwehren vom Sommer an nicht mehr die erste Klasse der Grundschule im Barsinghäuser Ortsteil Groß Munzel besuchen können. Die Stadt will das Gastschulgeld sparen und sich auch nicht an der Sanierung der Unterrichtsstätte in der Nachbarkommune beteiligen.

Betroffen von der Veränderung sind etwa sieben Jungen und Mädchen. Die CDU und die Stadtverwaltung warfen der SPD in der Ratssitzung vor, voreilig zu handeln. Sowohl SPD/Grüne als auch eine Mitarbeiterin der Verwaltung hatten sich kürzlich unabhängig voneinander die Räume in Dedensen angesehen. „Ich bin erstaunt. Drei Tage vor Einreichen des Antrags bei der Schulbehörde heißt es, wir machen das. Alles wegen sieben Kindern. Sie brechen die Sache über das Knie, das ist unmöglich“, sagte CDU-Ratsherr Heinrich Oelfke.

Sein Fraktionskollege Werner Huckschlag warb für ein Schulkonzept für das gesamte Stadtgebiet. Der Ganztagsbetrieb in Dedensen würde jährlich mehr als 50 000 Euro kosten. Die CDU hatte kürzlich vorgeschlagen, im südlichen Stadtgebiet eine neue Grundschule zu bauen, die Kinder aus Harenberg, Velber, Almhorst und Seelze-Süd aufnimmt. SPD und Grüne finden die Idee gut. Während dann die Grundschulen in Harenberg, Almhorst und vielleicht sogar in Lohnde aufgegeben werden, genießt eine Dedenser Ganztagsgrundschule allerdings Bestandsschutz.

„Wir reagieren in Dedensen auf eine Notsituation“, sagte SPD-Ratsherr Johannes Seifert. „Wir wollen auch andere Schulstandorte stärken“, ergänzte Kollege Erwin Klein. Bürgermeister Detlef Schallhorn sieht das anders. „Das ist ein Schnellschuss. Ich weiß nicht, was die Umstellung kosten wird, noch ob die Räume ausreichen. Es gibt kein belastbares Material.“

Die CDU beantragte geheime Abstimmung. Der Antrag der SPD wurde mit 21 Stimmen angenommen. 15 Ratsmitglieder votierten mit Nein.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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