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Almhorster liefern Einwände gegen Bahntrasse

Seelze Almhorster liefern Einwände gegen Bahntrasse

Eine Gruppe von Almhorstern hat jetzt Argumente gegen die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 präsentierte Bahntrasse durch das südliche Seelze formuliert. Damit wollen die Almhorster eine Argumentationshilfe für alle Seelzer schaffen, die noch bis 2. Mai eine Stellungnahme abgeben können.

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Haben Argumente gegen die geplante Bahntrasse gesammelt: Petra Cordes (von links), Ulrich Niestrath und Wolfgang Faber.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Almhorsts Ortsbürgermeisterin Petra Cordes, der stellvertretende Sprecher der Bürgerinitiative (BI) "Seelze gegen die Bahntrasse" Wolfgang Faber sowie Projektentwickler Ulrich Niestrath haben diverse Argumente gegen die zweigleisige Trasse im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 gesammelt. Die Palette reicht von bedrohten Blickachsen der Landschaft, die Nichtberücksichtigung der Bürger im Vorfeld, die Zerschneidung der Landschaft und die Verhinderung der weiteren städtebaulichen Entwicklung Seelzes bis hin zu nicht überprüften anderen Optimierungsmöglichkeiten des Bahnverkehrs. Besonders Niestrath und Faber hätten sich intensiv mit den Plänen beschäftigt, sagte Cordes. Vorgesehen ist, die Strecke Hannover-Minden zu verbessern. Deshalb soll in Letter eine neue Trasse abzweigen, die nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd - das Neubaugebiet ist in der Karte des Entwurfs gar nicht aufgeführt - und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verläuft. Noch bis zum 2. Mai können Bürger ihre Stellungnahme zu dem Projekt abgeben.

Niestrath warnt vor zu großer Emotionalität. "Viele Stellungnahmen sind aus dem Bauch heraus gemacht worden, diese können aber schnell im Papierkorb landen." In dieser Phase des Verfahrens seien Begründungen wie eine drohende Schädigung des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes (FFH), mehr Lärm oder der Wertverlust von Immobilien noch nicht relevant. "Diese Begründungen werden in der jetzigen Phase ignoriert, können aber später bei den Bedenken für den Planfeststellungsbeschluss durchaus vorgebracht werden." Derzeit müssten die Einwände belegen, dass die gesamte Trasse überflüssig sei, erklärt Niestrath.

Er vermute, dass die Bahn bei der Entwurfsplanung nicht gehört worden sei, sagt Faber.  Die Grünen hatten bereits bei einer Bürgerversammlung der Stadt berichtet, dass die Bahn diese Trasse gar nicht wolle und stattdessen die sogenannte Kasseler Kurve bei Kassel ausgebauen lassen will. Allerdings schließe er nicht aus, dass der Seelze betreffende Entwurf ein Versuchsballon sei, sagte Faber. Denn die ausgewählte Trasse sei für die Bahn nicht optimal, eine weiter südlich verlaufende Strecke würde höhere Geschwindigkeiten erlauben. "Dann sind aber auch Harenberg, Döteberg, Kirchwehren und Lathwehren betroffen", ergänzt Cordes.

Eine Stellungnahme der Seelzer zum neuen Verkehrswegeplan sei bis zum 2. Mai unbedingt gefordert. Cordes, Telefon (0172) 1826354), und Faber, (0163) 7013952, bieten dafür auch Hilfe an.

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Von Thomas Tschörner

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