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Gemüsegarten vor dem Rathaus

Seelze Gemüsegarten vor dem Rathaus

Seit Jahren ist der ehemalige Teich vor dem Alten Rathaus zugewuchert - und wird vorwiegend als Hundetoilette genutzt. Petra Scholl vom Verein Letter-fit: Miteinander-Füreinander möchte nun auf der Fläche einen essbaren Garten anlegen.

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Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth und Petra Scholl vermessen die derzeit brach liegende Fläche, auf der die Hochbeete aufgestellt werden sollen.

Quelle: Sandra Remmer

Garbsen. Letter. Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Kapuzinerkresse, Johanniskraut, Taubnesseln oder Rosenblüten: Die Liste der essbaren Blüten ließe sich beliebig fortsetzen. Dazu kommen Bohnen, Zucchini, Erbsen, Möhren und Radieschen - und fertig ist ein sogenannter essbarer Garten, gestaltet nach Maßgaben des Projekts „Essbare Stadt“ als Hochbeet mit Paletten. „Die Idee ist bei einer Aktion vom Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover vorgestellt worden. Wir fanden das Projekt interessant, um Farbe in den Stadtteil zu bringen und die Menschen unabhängig von Alter und Herkunft zum gemeinsamen Tun zu animieren“, berichtet Scholl. Die aktive Letteranerin nutzte schließlich die Sprechstunde von Rolf Hackbarth, um dem Ortsbürgermeister ihre Idee vorzustellen.

Diesem wiederum gefiel der Plan so gut, dass er das Projekt im Rathaus der Stadt Seelze vorstellte - allerdings, ohne vorher den gesamten Ortsrat davon in Kenntnis zu setzen. Bei CDU-Fraktionschef Jens Willms stieß Hackbarths Vorpreschen deswegen auf Unverständnis und führte zu vielen Fragen. „Ich gehe davon aus, dass der Ortsrat nichts dagegen hat und das Projekt genehmigt. Wir mussten die Rodungsarbeiten bis Ende Februar ausführen und konnten nicht auf die Sitzung im April warten“, begründet Hackbarth sein Handeln.

Die Initiatoren hoffen nun auf viele Paten, die sich um das Beet kümmern wollen, das aus etwa zehn Paletten zu je einem Quadratmeter bestehen soll. Gesucht werden auch noch Sponsoren, die zum Beispiel Blumenerde oder Setzlinge spenden können. Die Spende der Paletten hat bereits die Lebenshilfe zugesagt, die Wasserversorgung sichert die Volkshochschule. Fragen zu dem Projekt beantwortet Petra Scholl unter der Telefonnummer (05 11) 48 21 07.

Von Sandra Remmer

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