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Gymnasium platzt aus allen Nähten

Seelze Gymnasium platzt aus allen Nähten

Mit circa 1400 Schülern ist das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) am Ende seiner Kapazität angelangt. Raumnot und Platzmangel prägen den Schulalltag und werden zunehmend zum Problem. Am Freitag sind zahlreiche Kommunalpolitiker einer Einladung der Schule gefolgt, um sich ein Bild vom Ist-Zustand zu machen.

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Die Politiker machen sich ein Bild von der Raumnot im GBG.

Quelle: Sandra Remmer

Letter. Spätestens in vier Jahren droht dem GBG der Supergau. Dann nämlich werden die jetzigen Zehntklässler Abitur machen - und das wieder nach neun Jahren auf dem Gymnasium. Für die Schule bedeutet das, das im Jahr 2021 sechs weitere Klassen untergebracht und unterrichtet werden müssen. Doch schon jetzt ist Raum knapp am Gymnasium. Zwei Container sind hinter dem Schulgebäude aufgestellt, um die Situation zu entschärfen. Auf Dauer ist das keine Lösung, findet Politiklehrerin Julia Pustelnik, die den Dialog mit den Politikern organisiert hat. Von einer WLAN-Verbindung können die Schüler in den Containern nur träumen. Dazu kommt eine schlechte Akustik sowie stickige Luft. "In den Containern hören die Schüler auch keine Lautsprecherdurchsagen, wie zum Beispiel Feueralarm. Auch der Pausengong ist nicht zu hören", erzählt Pustelnik. Besonders belastend sei die Unterbringung im Container für Inklusionskinder. Wer beispielsweise ein Hörgerät trägt, hört aufgrund der schlechten Akustik noch weniger.

Bei ihrem Rundgang durch das Schulgebäude verschafften die Politiker sich selbst einen Eindruck von der Atmosphäre in den Containern und der Raumnot im gesamten Gebäudekomplex. "Ich habe schon erlebt, dass Schüler das Büro der Schülervertretung (SV) nutzen müssen, um eine Klassenarbeit nach zu schreiben", schildert Levin Brinkmann von der SV ein konkretes Beispiel. "Der Bund knallt uns G 9 vor den Latz und wir müssen zusehen, wie wir es umsetzen. So geht das nicht", sagte Nadine Pfeiffer (CDU)."Es ist auch Quatsch, dass der Bund nicht direkt Geld an die Kommunen geben darf", bekräftigte Landtagskandidatin Claudia Schüßler (SPD) in Hinblick auf mögliche Kosten, die durch einen Anbau an das Gymnasium entstehen würden.

Darin, dass am GBG etwas passieren muss, waren sich alle Politiker parteiübergreifend einig. "Ich bin für einen Anbau", sagte Gerold Papsch (CDU). Auch der schulpolitische Sprecher der SPD, Johannes Seifert, sprach sich für diese Lösung aus. Die Möglichkeit einer Außenstelle indes halte er nicht für ideal, weil die Schülergemeinschaft dadurch getrennt werde. Eine Entlastung könne das Gymnasium durch die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der IGS erfahren. Grünen-Fraktionschef Knut Werner kündigte an, innerhalb der Partei über eine mögliche Lösung zu sprechen. Aber: "Eine Entscheidung gibt es nicht von heute auf morgen", schränkte Werner ein. Schulleiter Andreas Schmidt gab zu bedenken, nicht einfach nur auf die zu erwartenden Schülerzahlen im Jahr 2021 zu blicken. "Wir wollen den von meinem Vorgänger Gerold Müller eingeschlagenen Weg der Ganztagsschule weiter gehen",sagte der Schulleiter. Auch dafür würden Räumlichkeiten benötigt.

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